5 Tipps, wie Du Dir (fast) alles leisten kannst

2018-04-20T10:18:42+00:00Von |17 Kommentare

Geld ist für Mütter ein heikles Thema. Es steht für Unabhängigkeit und Selbstwert. Gleichzeitig ist es nicht immer in Fülle vorhanden, weil Glaubenssätze und Lebensumstände dazwischen funken. Linda Benninghoff, die Geld-Expertin von My Money Mind, hat noch ein halbes Jahr Privatinsolvenz vor sich und trotzdem genug Geld für Dinge, die ihr wichtig sind. Wie sie das schafft erklärt sie Dir hier. 

LindaBenninghoffKennst du das? Du stehst vor dem Schaufenster des Juweliers, siehst eine wunderschöne Armbanduhr und schon steigen dir fast die Tränen in die Augen, weil du denkst, dir diese Uhr nie im Leben leisten zu können.

Oder du stolperst im Internet über einen Artikel zu Kreuzfahrtreisen, aber traust dich kaum, ihn zu lesen, weil Kreuzfahrten nur etwas für Reiche sind und dich dein Fernweh nur auffressen würde. Glaub mir, diese Gefühle kenne ich!

Ich war lange Zeit eine der ersten, die laut „Ich kann mir das nicht leisten!“ geschrien hat, wenn irgendwo tolle Angebote zu sehen waren. Soll ich dir was verraten? Ich konnte es mir tatsächlich nie leisten.

Mittlerweile habe ich verstanden, dass ich mit so einer Denkweise nicht weiterkomme. Denn letztendlich kann ich mir viel mehr leisten, als ich im ersten Augenblick denke. Du kannst das auch.

Wenn ich heute eine Reise, eine Fortbildung oder eine andere Sache sehe, die mir verlockend erscheint, gehe ich diese 5 Schritte durch:

 

1. Immer die Ruhe bewahren

Ich habe gemerkt, dass ich ziemlich schnell in mentalen Aktionismus verfalle, wenn „Ich kann mir das nicht leisten“ in meinem Kopf anspringt. Dort überschlagen sich die (negativen) Gedanken und letztendlich bin ich zu nichts mehr fähig. In diesem Zustand noch einen klaren Gedanken zu fassen, ist kaum möglich.

Oft habe ich einfach angefangen zu weinen und mich im Selbstmitleid gesuhlt.

Da dich ein solches Verhalten genauso wenig weiterbringt wie mich, ist es sinnvoll, im ersten Schritt einen Stopp einzulegen. Sobald du merkst, dass dein Kopf Ping Pong spielt, sag laut „Stopp!“ zu dir und atme tief durch.

2. Treffe keine voreilige Kaufentscheidung

Dann ist es wichtig, dass du dich fragst, ob du die Sache überhaupt wirklich haben willst? Oder ist das nur ein Strohfeuer, das genauso schnell wieder verlischt?

Vielleicht hast du in der Vergangenheit immer mal wieder Produkte gekauft, die seitdem ungenutzt in der Abstellkammer stehen oder im Kleiderschrank mitsamt Etikett hängen.

Zum einen hättest du das Geld sparen können, zum anderen hast du eventuell bei der einen oder anderen Sache mit Mühe und Not das Geld zusammengekratzt und warst kurz davor durchzudrehen.

Solche Beinahe-Nervenzusammenbrüche kannst du vermeiden, wenn du dir vorher klar machst, was dir der Besitz bedeuten würde.

Brauche ich diesen Rock unbedingt? Macht er mich glücklich?

Zumindest die zweite Frage solltest du auf jeden Fall mit einem kräftigen „Ja“ beantworten können.

Da dir in der Shopping-Euphorie schnell voreilig ein „Ja“ entschlüpft, ist es hilfreich, deine Kaufentscheidung zu verschieben. Wenn du nach zwei Wochen immer noch sehnsüchtig an das Objekt deiner Begierde denkst, ist der Wunsch anscheinend echt.

3. Überblicke die Fakten

„So Linda, erst einmal Fakten schaffen!“ sage ich regelmäßig zu mir, wenn ich fast am Durchdrehen bin.

Was das heißt, erzähle ich dir gerne an einem konkreten Beispiel:

2015 habe ich ziemlich kurzfristig vom Durchbruch-Seminar mit Raho Bornhorst erfahren. Ein Tag mit Raho erschien mir ziemlich interessant, also habe ich im Kopf schnell die Zahlen für das Seminar inklusive Anreise mit Zug und Hotelübernachtung überschlagen.

Viel zu teuer – auf knapp 500 Euro bin ich für einen Tag gekommen. Geld, das ich zu dem Zeitpunkt nicht hatte. Die Idee, zum Seminar zu fahren, war damit gestorben. Ich konnte mir das schließlich nicht leisten.

2016. Genauso kurzfristig habe ich vom diesjährigen Durchbruch-Seminar mit Raho erfahren. Dieses Mal aber mit dem Unterschied, dass ich jetzt als Erstes Fakten geschaffen und ausführlich recherchiert habe.

  • Was ist die günstigste Zugverbindung nach Freiburg?
  • Wo kann ich übernachten?
  • Welche Kosten entstehen eventuell zusätzlich?

Nachdem ich mir das alles ausgerechnet habe, bin ich auf einen Preis von knapp über 200 Euro gekommen. Kein Vergleich zu den 500 Euro, die ich mir im Vorjahr zurechtgesponnen habe.

Denn diesen Preis konnte ich mir leisten.

4. Setze die richtigen Prioritäten

Oft ist es nicht richtig, dass wir uns etwas nicht leisten können – wir wollen es nicht!

Das glaubst du nicht? Ich kenne einige Menschen, die sich ständig beschweren, dass sie sich dieses oder jenes nicht leisten können. Aber wenn ich einen genaueren Blick auf ihr Leben werfe, sehe ich, dass sie Monat für Monat mehr als 100 Euro für Zigaretten ausgeben, Alkohol trinken oder ein großes Auto fahren, obwohl viele der alltäglichen Strecken locker zu Fuß zu bewältigen wären.

Versteh mich nicht falsch: Jeder soll rauchen, trinken oder Auto fahren, wie er lustig ist. Aber zu sagen, dass sie sich etwas nicht leisten können, ist in solchen Fällen nicht richtig. Denn wenn sie auf ihren anderen Luxus verzichten würden, könnten sie sich anderes leisten. Das wollen sie aber nicht.

Es ist also auch eine Frage deiner Prioritäten, was du dir leisten kannst. Was ist dir wichtiger?

5. Stell dir die richtige Frage

Wenn du dir sagst, dass du dir etwas nicht leisten kannst, machst du innerlich die Schotten dicht. Wie soll es jetzt noch möglich sein, eine Lösung für dein Problem zu finden?

Wesentlich besser ist es, wenn du dich fragst, WIE du dir etwas leisten kannst. Denn dann fängt dein Unterbewusstsein an, dich zu unterstützen und du findest Möglichkeiten, an die du vorher noch nicht gedacht hast.

Ich habe zum Beispiel gemeinsam mit Raho ein Webinar veranstaltet und am Ende Tickets für sein Seminar angeboten. Beim Verkauf jedes Tickets ging ein Teil davon über einen Affiliate-Link in meine Kasse. So konnte ich sogar noch einen Teil meiner Kosten aufheben.

Wie du siehst, gibt es einige Kniffe, wie du dir (fast) alles leisten kannst, was du wirklich haben willst. Vielleicht dauert es eine gewisse Zeit, bis du dein Ziel erreicht hast, aber dann sind Freude und Stolz umso größer.

Willst du noch mehr Tipps, wie du über deine Gedanken mehr Fülle und Geld in dein Leben holst? Dann höre dir hier die drei beliebtesten Interviews meiner Online-Konferenz „Mehr Fülle & Geld“ mit Mara Stix, Raho Bornhorst und Mischa Miltenberger an. Zu den Interviews

 

Welche Bedeutung hast Du Geld in Deinem Leben gegeben? Welche Gedanken könnten Deinen Kontostand anheben? Linda, ich und die anderen Mamas freuen uns von Deinen Erfahrungen zu lesen. Bis gleich in den Kommentaren 🙂

 

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Ich verstehe :)

17 Kommentare

  1. Petra Schwehm 18. Juni 2016 um 10:02 Uhr - Antworten

    Das ist ein total schöner Artikel, und so wertvoll. Danke dafür, Linda und Sandra!

    Zu dem Thema “Ich kann es mir nicht leisten” habe ich ein Kurzvideo auf meiner FB Seite gemacht mit dem Titel “Du investierst immer in dich selbst”

    Ich glaube auch: wenn du es wirklich willst, findest du einen Weg. Geld ist in meinen Augen fast nie der Hinderungsgrund.

    Alles Liebe,
    Petra

    • Sandra Heim 20. Juni 2016 um 18:29 Uhr - Antworten

      Schön gesagt, liebe Petra! “Geld ist fast nie ein Hinderungsgrund.” Vielleicht kann man sich nicht alles sofort leisten, aber wenn man dran bleibt dann schon eines Tages 🙂
      Vielen Dank und liebe Grüße! Sandra

    • Linda 31. August 2016 um 16:02 Uhr - Antworten

      Hallo Petra,
      lange nicht gesehen/gelesen 🙂

      Wo ist denn dein Video?
      Ich stimme dir und Sandra voll zu! Manchmal dauert es nur länger, bis man es hat. Aber dann ist die Freude umso größer 🙂

      Liebe Grüße und danke, Linda

  2. Christine Karall 14. Juni 2016 um 9:09 Uhr - Antworten

    Ein toller Artikel! Am besten gefällt mir die Idee mit dem “Stopp” sagen. Wenn man den Anfang geschafft hat, fällt einem alles, was danach kommt, nicht mehr gar so schwer. Ich habe seit gestern eine Affirmation, die ich mir mehrmals am Tag sage: “Ich bin offen für kreative Möglichkeiten, um Geld zu verdienen.” So breche ich meine Gedankenmuster, dass ich zu wenig habe und zu wenig auf mein Konto kommt. Jedes Mal, wenn ich diesen Satz laut sage, merke ich, dass ich mich ein wenig freier fühle. Und das ist mir schon viel wert! 🙂
    Vielen Dank für den tollen und anregenden Artikel!

    • Sandra Heim 20. Juni 2016 um 18:31 Uhr - Antworten

      Tolle Affirmation, liebe Christine! Vor allem, weil Du sie bestimmt gut akzeptieren kannst und nicht gleich den inneren Kritiker aktivierst mit zig Gegenargumenten. Ich wünsch Dir viel Fülle und Erfolg damit 🙂 Sandra

  3. Jenniffer 13. Juni 2016 um 20:37 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra, ich habe neulich mal gelesen: “Das ist momentan nicht meine oberste Priorität”. Damit ich mir eben nicht meine Wirklichkeit erschaffe, indem ich sage, dass ich mir nichts leisten kann 🙂

    Ein paar tolle Tipps habt ihr da zur Verfügung gestellt. Ich halte mich vor allem mal an Punkt 5: WIE kann ich mir das leisten, nicht OB.

    Vielen Dank. Wieder einmal ein toller Artikel!

    Herzliche Grüße
    Jenniffer

    • Sandra Heim 20. Juni 2016 um 18:34 Uhr - Antworten

      Super Impuls, Jenniffer. In meinem Lieblingsfülle-Buch “Die dynamischen Gesetze des Reichtums” empfiehlt die Autorin auch, niemals im Gespräch mit anderen zu erwähnen, dass man sich etwas nicht leisten kann. Das eigene Unterbewusstsein hört alles – und das der anderen auch! Viel Spaß beim Füller erschaffen und alles Liebe, Sandra

    • Linda 31. August 2016 um 16:01 Uhr - Antworten

      Hallo Jenniffer,
      ja, genau 🙂
      “Ich habe im Moment andere Prioritäten” sage ich mir auch – ist ja auch so.
      Denn letztendlich könnten wir uns so viel leisten, wenn wir auf anderes verzichten würden.

      Danke und liebe Grüße, Linda

  4. Riccarda Larcher 13. Juni 2016 um 18:45 Uhr - Antworten

    Zuerst mal nachdenken, ob man das Gewünschte wirklich, wirklich braucht/will, halte ich für die wichtigste Empfehlung der fünf guten Tipps. Denn in Wirklichkeit wollen wir ja alles haben und nicht das Eine gegen das Andere tauschen, ehrlicherweise wollen wir nichts vermissen und auf nichts verzichten.

    Die Königsfrage ist natürich das “WIE kann ich es mir leisten”. Oft geht es nur über Geld, das ist richtig, aber öfters als man denkt, gibt es auch andere Mittel und Wege. Spannend finde ich wie Linda erzählte, dass sie mit Raho ein gemeinsames Webinar veranstaltet hat, genial was heute alles möglich ist. lg Riccarda

    • Sandra Heim 20. Juni 2016 um 18:35 Uhr - Antworten

      Liebe Riccarda, das frage ich mich jetzt auch regelmäßig – zum Beispiel vor der nächsten KLeiderstange – und oft merke ich: brauch ich nicht. Wenn ich es trotzdem haben will, gönne ich es mir aber trotzdem 🙂 Alles Liebe, Sandra

    • Linda 31. August 2016 um 15:59 Uhr - Antworten

      Hallo Riccarda,

      super Tipp! Wenn man sich fragt, wie man sich etwas leisten kann, gibt es tatsächlich oft neue Möglichkeiten 😀
      Ich weiß nicht mehr, in welchem Podcast ich das gehört habe. Aber ein Mann (der Podcaster) wollte UNBEDINGT zum Seminar mit Tony Robbins. UNBEDINGT! Aber er hatte kein Geld…
      Also hat er bis zum Schluss daran geglaubt, dass es irgendwie klappen wird. Ein paar Tage vorher hat eine Frau getroffen, die unbedingt einen Webdesigner gesucht hat und als Gegenleistung 2 Karten für Tony Robbins abzugeben hatte 😀 Rate mal, was der Typ beruflich gemacht hat 😀

      So krass kann es zugehen.

      Liebe Grüße, Linda

  5. Daniela Wiegner 13. Juni 2016 um 14:05 Uhr - Antworten

    Hallo Linda, vielen Dank für Deinen Artikel. Du hast es geschafft, das Thema nicht theoretisch zu besprechen sondern durch Deine Beispiele wirklich als umsetzbar aufzuzeigen. Toll, danke – ich werde Deine Seite jetzt empfehlen und Deine E-Mails (die bisher im SPAM Ordner landeten) lesen. Ich habe auch schon vor vielen Jahren erkannt, das es oft so ist, das wir es uns leisten könnten, wenn wir wollten. Mach weiter so, liebe Grüße aus Berlin 🙂

    • Linda 13. Juni 2016 um 18:12 Uhr - Antworten

      Hallo Daniela,
      danke! 😀
      Freut mich, dass dir der Artikel so gut gefällt und dass du die Tipps in deinem Leben umsetzen kannst.

      Liebe Grüße, Linda

    • Sandra Heim 20. Juni 2016 um 18:36 Uhr - Antworten

      Prima, Frauenpower in Aktion 🙂

  6. Stefanie 13. Juni 2016 um 9:47 Uhr - Antworten

    Liebe Linda,

    danke für den schönen Artikel.

    Ich werde mir auch immer bewusster darüber, was ich mir eigentlich schon leiste (Wenn ich weniger Schokolade essen würde…) und warum dann eben weniger Geld für andere Sachen da ist.

    Besonders wertvoll finde ich Deinen Tipp sich zu fragen “WIE” ich mir etwas leisten kann. Das hatte ich schon in Deinem Artikel zu den AffOrmationen 😉 gelesen, aber in diesem Zusammenhang ist noch einmal ganz deutlich, dass sich hier ein Weg öffnet, wohingegen ich mit einem “Das kann ich mir nicht leisten” gleich die Schotten dicht mache.

    Das Zigarettenbeispiel ist gut- ich habe letztens eine NDR-Doku zum Thema “Essen ohne Geld” (http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/Essen-ohne-Geld,sendung498272.html) gesehen, in der unter anderem eine Dame gezeigt wurde, wie sie sehr erfinderisch günstig an Essen kommt, aber immer mit der Zigarette im Mundwinkel…

    Du hast mich jedenfalls noch einmal inspiriert, mich mehr mit dem WIE zu beschäftigen.

    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Linda 13. Juni 2016 um 18:03 Uhr - Antworten

      Hallo Stefanie,
      freut mich, wenn dir die Wie-Frage weiterhilft! Es ist schon erstaunlich, wie viel wir uns eigentlich leisten könnten, wenn wir unsere Prioritäten verschieben, oder?
      Oder eben nicht, das ist ja auch ok, wenn man sich dessen bewusst ist.

      Danke für den Link zur Doku – die werde ich mir demnächst ansehen 🙂

      Liebe, Grüße
      Linda

    • Sandra Heim 20. Juni 2016 um 18:39 Uhr - Antworten

      Liebe Stefanie, ich glaube mit der WIE Frage kann man sich früher oder später alles leisten. Vor allem wenn man sich dafür öffnet, dass es noch zig Geld-Kanäle gibt, die man gar nicht auf dem Schirm hat…
      Alles Liebe 🙂 Sandra