Wie viele große und interessante Projekte gäbe es, wäre da nicht immer wieder die Notwendigkeit, genau das zu tun, was JETZT Geld einbringt, um genau JETZT zu überleben. „Ein gewisses Grundrauschen sollte da sein“, sagt die Affiliatemarketing-Expertin Bea Pircher, „dann kann frau sich Neuem zuwenden und das tun, was wirklich Spaß macht!“ Hier zeigt sie, wie das auch für Anfängerinnen funktionieren kann.

Bea PircherPircher hat den Blog „Affiliatemarketing mit Herz“ gegründet. Die 2fache Mutter und Agenturinhaberin aus Südtirol will sich klar von der „Schnell-reich-werden“-Ecke abgrenzen und zeigt nur das, was sie selbst schon vorgelebt hat. Sie hat es geschafft, in weniger als drei Jahren ein Jahreseinkommen im 6stelligen Bereich mit Nischenseiten zu generieren. Damit hat sie klein angefangen und erklärt Dir jetzt ihre Strategie zum Nachmachen. Ihr aktuelles Projekt ist Fitnessarmband-Check dort kannst Du Dir auch ein Bild von dem machen, was wir hier besprechen.

Wie Du eine kleine Nischenseite profitabel aufsetzt und Dir durch mehrere solcher kleiner Projekte ein tolles Grundrauschen schaffst

Beim Surfen im Netz bin ich vor rund 2,5 Jahren über einen Artikel gestolpert, der diese Überlegung angestellt hat:

„Wenn ich rund 3.000 € im Monat zur Verfügung hätte, wäre ich finanziell so frei, dass ich auch mal an einem größeren Projekt arbeiten könnte, ohne den Druck des „Damit-gleich-Geld-verdienen-zu-müssen“ zu spüren.“ Und weiter: „Mit 30 kleinen Projekten, die jeweils monatlich 100 € bringen, wäre das zu erreichen.“

Solche kleinen Projekte könnten Vergleiche und Informationen rund um ein bestimmtes physisches Produkt sein, welche auf einer Website präsentiert werden und über Affiliatemarketing Provisionen einbringen.

Mein Interesse war geweckt!

Schon länger wollte ich im Web ein paar eigene profitable Projekte haben und nicht nur solche für Kunden erstellen. Ich hatte schon viel gelesen, im Speziellen über Affiliatemarketing und nun sah ich die Chance, endlich mein Wissen umzusetzen. So bin ich vorgegangen:

Das geilste Business der Welt – Was ist Affiliatemarketing überhaupt?

Affiliatemarketing wird im deutschen Sprachgebrauch auch oft als Partnerprogramm bezeichnet. Kurz erklärt: Ein Websitebetreiber, der Affiliate, schickt die Besucher seiner Seite weiter auf einen Shop. Die Besucher kaufen dort ein und der Affiliate erhält dafür eine Provision.

Der riesen Vorteil von Affiliatemarketing ist, dass keine eigenen Produkt verkauft, gepflegt, versandt oder zurückgenommen werden müssen, sondern alles zwischen dem Besucher und dem Anbieter abläuft. Das bekannteste Partnerprogramm ist jenes von Amazon, das auch ich auf meinen Seiten verwende.

Es gibt zwar unzählige andere Partnerprogramme, die teilweise auch höhere Provisionen zahlen, aber für mich hat jenes von Amazon ein paar wichtige Vorteile:
Der Shop Amazon ist den Besuchern meist bekannt, sie müssen sich mit dem Shop nicht erst „anfreunden“.

Auf Amazon ist beinahe alles erhältlich, zu guten Preisen und somit ist die Kaufrate relativ hoch.

Amazon zahlt auch auf alle anderen Käufe Provisionen aus, nicht nur auf den Kauf des genau empfohlenen Produktes (macht bis zu 25% der Provision aus).
Amazon ist ein verlässliches Partnerprogramm und zahlt pünktlich zu Monatsende auf das angegebene Konto aus.

1. Wieso ein Projekt zum Erfolg führt oder für die Tonne ist – die Nischenwahl

  • Der für den Erfolg oder Misserfolg entschiedenste Punkt ist die Wahl der richtigen Nische:
  • Nicht zu klein, damit was zu verdienen ist,
  • nicht zu groß, damit die Konkurrenz überschaubar bleibt,
  • nicht zu billig, damit ordentlich Provision fließt,
  • nicht zu teuer, damit auch genügend Käufe gemacht werden.

Am Beginn der Nischenauswahl steht die Suche. Dafür gehe ich so vor, dass ich alles was mir in den Sinn kommt erst mal zu Papier bzw. auf den Bildschirm bringe. Ich nutze dafür gerne Mindmeister als Mindmapping-Programm.

Meine Inspirationen hole ich mir bei einem Rundgang durch die Küche, das Bad, bei einem Schaufensterspaziergang, bei einem Besuch im MediaMarkt, von den Bestsellerlisten auf Amazon, aus der Fernsehwerbung usw. Am Anfang notiere ich mir alles, ohne es zu bewerten, dann wird sortiert und zusammengefasst oder ergänzt.

Tipp für den Start: Deine erste Nische sollte eine sein, in der Du Dich auskennst, für die Du auch selber Texte schreiben kannst, von der Du idealerweise ein Produkt im Haus hast.

Im Anschluss geht es an die Bewertung der Nischenideen.

Mit dem Google Keywordplanner kontrollierst Du das Suchvolumen der Nische, es sollte sich so zwischen 2.000 und 5.000 Suchanfragen pro Monat bewegen und die Konkurrenz sollte überschaubar sein.

Das heißt unter den TOP 10 bei Google.de sollten keine guten anderen Nischenseiten sein (Betonung auf gut), aber auch nicht große Marken zu genau diesen Produkten.

Ich nutze für diesen Schritt das kostenpflichtige Tool SECockpit, das gibt mir alle diese Informationen auf einen Blick und schlägt mir noch verwandte Begriffe vor. Hier kannst Du Dir einen gratis Report mit SECockpit generieren lassen: Gratis-Report.

Sobald die Nische gefunden ist, gehst Du weiter auf Amazon. Dort sollte Dein Produkt in ausreichender Menge und Vielfalt vorhanden sein. Die Preise sollten zwischen 70 und 200 € liegen. Billigere Produkte bringen zu wenig Provision, bei teureren Produkten wird oft nur Information gesucht und nicht direkt gekauft.

Nun solltest Du eine passende Nische gefunden haben und es geht an die Umsetzung des Projektes.

2. Das Zuhause im Internet – Domain und Hosting

Die Domain ist die Adresse zu Deiner Seite. Früher war es mal ein wirklicher Rankingvorteil, wenn der Suchbegriff in der Domain vorgekommen ist. Ganz abgeschafft dürfte dieses Rankingkriterium noch nicht sein, deshalb wähle am besten eine Domain, die genau dein Keyword enthält.

Wenn Du also Espressomaschine als Nische gewählt hast, dann sollte die Domain espressomaschine.de oder .com, .eu, .net oder .info lauten. Die anderen Endungen lass außen vor. Oftmals werden diese Domains aber nicht mehr frei sein, dann versuch es mit der Erweiterung -test, -vergleich, -check oder ähnlichem.

Solltest Du schon über Website-Projekte verfügen, kannst Du beim Hoster Deines Vertrauens eine weitere Domain beantragen und auf dem schon vorhandenen Speicherplatz eine weitere Website aufbauen.

Wenn Du ganz von vorne anfängst empfehle ich dir All-Inkl. Es gibt zwar jede Menge andere, aber ich hab damit nur beste Erfahrungen gemacht. Abraten würde ich von den billigen Massenanbietern, da gibt es im Nachhinein oft Probleme.

Nachdem du also Deine Domain registriert und mit Deinem Webspace verbunden hast, folgt der Aufbau der Seite.

3. Das Grundgerüst deines Projekts – WordPress

Für alle meine Nischenseiten nutze ich WordPress und das solltest Du auch tun. Eine einfache Installation, eine Unmenge an Themes (Layouts), Plugins (kleine hilfreiche Erweiterungen) und eine komfortable spätere Handhabe sprechen für WordPress. Oftmals lässt sich WordPress im Kundenbereich des Hosters schon mit einem Klick installieren, manchmal muss die Installation noch händisch erfolgen.

Nach der erfolgreichen Installation solltest Du ein Theme wählen und da hab ich einen wirklichen Geheimtipp für Dich – AffiliSeo. Dieses Theme nutze ich bei meiner aktuellen Seite Fitnessarmband-Check. Da ersparst Du Dir ganz viele Einstellungen und eigene Plugins: Dieses extra auf solche Projekte angepasste Theme liefert alles was Du brauchst.

4. Content ist King und Queen und die ganze Royal Family – die Inhalte

Der absolut wichtigste Punkt für Dein Nischenprojekt ist guter, nützlicher Content mit Mehrwert.

Der unschlüssige Besucher, der noch hilfreiche Informationen vor seinem Kauf braucht, muss auf Deiner Seite alle Antworten finden.

Er muss hier konzentriert alles erhalten, was er sich sonst mühevoll zusammensuchen müsste. Auf gar keinen Fall dürfen Produktbeschreibungen vom Hersteller oder Händler kopiert werden. Neben Duplicate-Content-Alarm wertet das Google auch als Inhalte minderwertiger Qualität und setzt die Seite schnell mal um 40 – 50 Positionen nach hinten, was praktisch den Tod des Projektes bedeutet.

Um bei der Espressomaschine zu bleiben, sollte Deine Seite nun alle Fragen rund um dieses Gerät beantworten, wie z.B.

  • „Was muss ich beim Kauf beachten?“,
  • „Welche Unterschiede gibt es?“,
  • „Mit welchem Gerät mache ich den besten Espresso?“,
  • „Wie pflege ich eine Espressomaschine?“ und so weiter und so fort.

Nachdem Du alle Fragen rund um das Produkt beantwortet hast, solltest Du einige ausgewählte Geräte genauer vorstellen und deren Vor- und evtl. Nachteile herausstreichen.

Vielleicht hilft Dir die Vorstellung mit Deiner Website ein Verkaufsgespräch in einem Laden zu ersetzen. Dort läuft es auch drauf hinaus, dass der potentielle Käufer ein bestimmtes Modell empfohlen bekommt, je nach seinen Anforderungen.

Heb Dir auch ein paar Ideen rund um Dein Thema für später auf und veröffentliche immer mal wieder ein paar Texte auf Deiner Website, z.B. in Form eines Ratgeber.

Die Texte solltest du mit aussagekräftigen Bildern, passenden Videos von Youtube oder Eigenproduktionen und Infografiken zum Thema auflockern.

5. Hier geht es lang – die Affiliatelinks

Nachdem Deine Seite steht, das Layout Deinen Vorstellungen entspricht, die Texte eingepflegt und die Produkte Deiner Wahl beschrieben sind, müssen diese mit dem Partnerprogramm verbunden werden. Dazu meldest Du Dich beim Amazon Partnernet an und folgst den Anweisungen dort: Amazon Partnernet.

Mit wenigen Klicks lassen sich die Partnerlinks zu Deinen Produkten generieren, mit denen Du Deine Seite verbinden musst. Auch hier bringt das Theme AffiliSeo einen klaren Vorteil: Du kannst dort einmalig Deine Amazon-Partner-ID hinterlegen und kannst quasi per Kopfdruck die Produkte aus Amazon einlesen. Ansonsten muss dieser Schritt eben händisch erfolgen.

Du solltest dann auch alle Links checken, damit die Provision auch sicher richtig zugeordnet wird. Verlinken kannst du die Bilder (jene von Amazon darfst Du auf Deiner Seite für die Bewerbung mit dem Partnerprogramm nutzen), aber auch aus dem Text heraus oder über Button sollten die Links mit Deiner ID auf Amazon weiterleiten.

6. Alle Hausaufgaben abgeschlossen – die Onpage-Optimierung

Um später bei Google gut zu ranken, musst du unbedingt ein paar Punkte auf Deiner Seite einhalten. Das sind die sogenannten Onpage-Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung.

Dazu zählen aussagekräftige Titel mit dem Keyword voran, gut strukturierte Texte mit Überschriften und Zwischenüberschriften, Listen und Aufzählungen, einladende Meta-Title und Meta-Description, Bilder mit dem Keyword im Datei-Namen und im Alt-Tag und Texte mit dem Keyword, Variationen und Synonymen dazu. Einiges davon erledigt z.B. das Plugin wpSEO, das ich nur empfehlen kann!

7. Hier bin ich! – Die Offpage-Optimierung

Nun beginnt die eigentliche Arbeit, die Seite muss in die Google SERPs!

Die wichtigste Grundlage, ansprechende Texte mit Mehrwert sind schon gelegt. Auch wenn die Backlinke angeblich immer weniger Kraft haben sollen, ohne geht es (noch) nicht. Du musst nun also noch für Links von anderen Seiten sorgen, damit Google auch die Wichtigkeit Deiner Seite erkennt.

So solltest Du über themenrelevante Seiten Links zu Deiner Website setzen, über Kommentare auf sogenannten Frage-Antwort-Portalen oder in anderen Blogs auf Dich und Dein Projekt aufmerksam machen. Und das soll Schritt für Schritt erfolgen, überstürze hier nichts und vor allem bleib sauber, fall nicht auf irgendwelche Link-Kauf-Angebote herein.

Natürlich gibt es noch viele Feinheiten, die Du bei einem solchen Projekt zusätzlich berücksichtigen kannst, aber ich denke, das kommt mit der Zeit und mit dem Grad, mit dem Du Dich in Deinem Bereich zum Experten entwickelst.

Ein Tipp zum Schluss: Versuch erst einmal ein Projekt im Ganzen selbstständig umzusetzen und nachdem Du alle Schritte kennst, lagere Step-by-Step die einzelnen Arbeiten aus. So findest Du z.B. auf Portalen wie content.de oder textbroker.de viele Autoren, die nur darauf warten, guten Content abzuliefern. Hab aber auch stets auf alle ausgelagerten Arbeiten ein Auge, es geht schließlich um Deine Projekte.

Ich wünsch Dir nun viel Erfolg damit und wie immer: Bleib neugierig!

Bestimmt hat Dir Bea eine Menge Impulse gegeben und vielleicht schießen Dir gerade Ideen und Fragen gleichzeitig durch den Kopf. Bea beantwortet Dir gerne Deine Fragen und wenn Du schon Erfahrungen im Affiliatmarketing gesammelt hast, dann lass uns dran teilhaben. Bea, ich und die anderen Mamas freuen uns auf Dich in den Kommentaren. Bis gleich 🙂