Als Mutter und Unternehmerin brauchst Du eine starke innere Stimme. Sie hilft Dir, vorsichtig zu sein und eine realistische Selbsteinschätzung vorzunehmen. Doch hier liegt auch zugleich die Schwierigkeit. Wird Deine innere Stimme zu vorsichtig und findet zu viele Kritikpunkte, legt sie Dir irgendwann nur noch Steine in den Weg und wird zu einer dauerhaften Belastung. Der Perfektionsmus lässt grüßen…

Benedikt-Ahlfeld-2014Benedikt Ahlfeld ist Autor, Trainer und Infopreneur. Er ist der Überzeugung, dass viele Menschen nicht ihr volles Potential leben. Die meisten geben sich mit weniger zufrieden und finden sich damit ab, dass nicht alles so läuft, wie man es sich eben vorgestellt hat. Auf seinem Blog www.BenediktAhlfeld.com schreibt er darüber, wie man sich von diesen Blockaden befreit und ein Leben nach eigenem Standard führt.

 

“Berufstätige Mütter setzen sich oft zu hohe Ziele”

Eine berufstätige Mutter zu sein, ist einer der wichtigsten, schwersten und anspruchsvollsten Jobs, die es überhaupt gibt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, denn auch meine Mama gehörte dazu. Man möchte sich selbst, dem Kind (und allen anderen erst recht!) beweisen, dass man es auch mit dieser zusätzlichen Herausforderung schafft. Oft setzt man sich dadurch aber zu hohe, unrealistische Ziele. Nicht, dass man sie nicht erreichen könnte, aber man spürt, dass irgendwann einfach Schluss mit der Kraft ist. Es folgt Entmutigung und Unzufriedenheit. Doch es gibt einen Ausweg!

 

5 Impulse, um den inneren Kritiker zu stoppen

 

  • Hinterfrage Deinen inneren Kritiker

Dein innerer Kritiker ist nicht konstruktiv, sondern scheut das Risiko. Dies führt zu Zweifeln, ob Du bestimmten Dingen und Situationen überhaupt gewachsen bist. Und er bringt Dich auch dazu aufzugeben, bevor Du überhaupt einen ernsthaften Versuch unternommen hast. Hier gilt es quasi, dass Du Deinen inneren Kritiker bewusst hinterfragst:

1. Sind meine Ängste wirklich rational begründet?

2. Haben meine Bedenken eine Berechtigung?

3. Was würde ich anders machen, wenn ich all das schon mal erlebt hätte?

 

  • Gib Deinem inneren Kritiker einen Namen

Eine weitere Hilfe kann es sein, Deiner inneren Stimme einen Namen zu geben. Dies verleiht ihr eine Form der Persönlichkeit und kann sie zum Partner, nicht aber zum Bestimmer werden lassen. Das bringt Dich auch in die Position, die „perfectionista” als quasi eigenständige Person kritisch zu hinterfragen.

 

  • Formuliere Deine Stärken und das am besten schriftlich

Dies bringt Dich dazu, sie deutlicher zu erkennen und zu akzeptieren. In Erweiterung dessen kann es Dir auch helfen Tagebuch zu führen, da hier deutlich wird, welche Selbstzweifel von Deiner inneren Stimme ausgehen. Außerdem schult es Deine Wahrnehmung und hilft Dir dabei herauszufinden, was Du wirklich glaubst und empfindest.

 

  • Stelle Dich deinen Schwächen

Thematisiere sie und finde Möglichkeiten, spielerisch mit ihnen umzugehen. Sie sind es, die Dich zu der Person machen, die Du bist. Perfekt sein nützt niemandem! Wir lernen nur aus Fehlern. Also hab keine Angst davor, wenn mal etwas schief geht, sondern bedanke Dich dafür und freue Dich, dass Du wieder etwas lernen durftest.

 

  • Verbiete dem inneren Kritiker, die Kontrolle zu übernehmen

Wenn Dein innerer Kritiker zu einem Verbündeten wird und zu einem Partner, der eine eigene Meinung hat, diese aber nicht zwangsweise durchsetzen darf, dann kann sich das als wertvoll erweisen. Dann wird Deine innere Stimme zum Helfer.

Eine sehr schöne Übung, die auch mir immer wieder in Phasen der Unsicherheit hilft, ist die „Walt Disney Strategie“ aus dem NLP. Dabei tauschen sich Kritiker, Visionär und Realist abwechselnd über eine Idee aus. Alle diese drei Anteile in Dir kannst du der Reihe nach durchspielen.

1. Es beginnt mit dem Visionär: Was für eine Vision hast Du? Wie genau soll sie aussehen? Wie würde es laufen, wenn es keine Einschränkungen gäbe?

2. Jetzt kommt der Kritiker: Alles, was schlecht an dieser Idee ist, wird bewusst gemacht. Auch die ganz unschönen oder unnötigen Bekrittelungen dürfen herauskommen.

3. Zum Abschluss darf der Realist zu Wort kommen: Gibt es Möglichkeiten und Wege, die Vision doch noch umzusetzen? Wie lässt sich die Kritik positiv umdeuten und in die Vision integrieren, damit sie realistisch machbar wird? Nach drei bis vier Durchläufen durch die ganze Ansammlung an „inneren Teilen“ kommst Du mehr und mehr zu einem klaren Fahrplan und kannst deine Ziele priorisieren und den Fokus auf das wirklich Wichtige richten!

 

Alles Liebe, Benedikt

Für weitere Tipps, um Dein ganzes Potenzial zu leben, kannst Du Benedikt auf seinem Blog besuchen: www.BenediktAhlfeld.com

 

Vorher würden wir, Benedikt und Sandra, gerne von Dir wissen: Wie geht es Dir mit dem inneren Kritiker? Was hilft Dir sein “Geplapper” nicht ernst zu nehmen und weiterzumachen? Gerne kannst Du auch Fragen an Benedikt stellen. Wir freuen uns auf Dich in den Kommentaren. Bis gleich 🙂