Wo stehst Du mit Deiner Jahresplanung? Hast Du Dir Ziele gesetzt, die Deinen Weg wie Sterne erleuchten? Oder bist Du Dir nicht sicher, wie Du im Familien-Chaos Deine beruflichen Wünsche realisieren sollst? 

In dieser dreiteiligen Blog-Serie erfährst Du, wie Du einen Business Plan erstellst, der zu Deinem besten Geschäftspartner 2014 wird. Und zwar so, dass Du in den nächsten Monaten nur gewinnen kannst! (Hier geht es zu Teil 2 und Teil 3)

Wer definiert ob Du erfolgreich bist? 

Ich gebe es zu. Ich bin nicht frei von Neid. Es gibt Momente, da kann ich mich nicht über den Erfolg der anderen freuen und denke Dinge wie: „Oh Mann, die ist viel jünger als ich und hat schon viel mehr auf die Beine gestellt.“ Das passiert mir, wenn ich in den verhängnisvollen Vergleichsmodus abrutsche und diesem inneren Monster nicht sofort Einhalt gebiete.

Die Frage ist natürlich: Wer hat die Maßstäbe festgelegt, mit denen ich mich vergleiche? War ich es? Oder schaue ich durch eine Monster-Brille?

Ich habe festgestellt, dass der Erfolg der anderen nur wehtut, wenn man ihn losgelöst von sich selbst betrachtet, abgeschnitten von den eigenen tiefsten Werten und inneren Erfahrungsschätzen. In diesem „Nicht-wirklich-man-selbst“-Zustand ist Erfolg so etwas wie eine vorgefertigte To-do-Liste, die bestimmt, was man bis wann erreicht haben muss, um fremden Erwartungen gerecht zu werden.

Das Abhaken dieser Liste kann beeindruckende Ergebnisse oder große Enttäuschungen hervorbringen. In beiden Fällen ist der Preis, den man dafür zahlt, zu hoch. Schließlich führen fremdbestimmte Ziele nie dort hin, wo lachende Zufriedenheit wartet.

Besonders als Mütter haben wir keine Zeit und Energie, uns mit Ansprüchen an uns selbst zu quälen, die nicht authentisch sind.

Entdecke Deine „inneren Erfolgsrichtlinien“ in drei Schritten

Deshalb erkläre ich Dir in Teil 1 Deiner mamafreundlichen Business Planung, wie Du die Monster-Brille zertrittst und sicherstellst, dass Du keinen Erfolgsvorstellungen hinterher hechelst, die von Außen kommen.

Das folgende Mini-Coaching gibt Dir die Gelegenheit, Deine „inneren Erfolgsrichtlinien“ festzulegen. Sie bilden die Basis Deiner beruflichen Ambitionen und haben die Kraft, Dich wie ein Kompass ans Ziel Deiner wahren Träume zu führen.

1. Mach Dir Deine „Ich sollte“ bewusst. 

Kennst Du diese Stimme in Deinem Kopf, die mehr an Dir herum motzt als Deine Eltern es je getan haben? Das meine ich mit dem „inneren Monster“. Es ist das verinnerlichte Sprachrohr von all den Personen, Idealen und Institutionen, die Ansprüche an Deinen Lebensentwurf haben.

Es ist sehr erhellend, dieses störende Geplapper bewusst anzuschauen, indem man es aufschreibt.

Ich empfehle Dir eine Liste zu machen von allen „Ich sollte“, die Dein Lebensgefühl beeinflussen. Notiere zuerst alle Dir wichtigen Lebens- und Business-Bereiche (Kinder, Partnerschaft, Körper, Produkte, Finanzen, Zeit-Management). Unter jeden Bereich schreibst Du dann Deine „Ich sollte“. Hier zwei Beispiele:

  • Denke an Dein Zeit-Management und vervollständige den Satz.

„Ich sollte ____________________ (morgens um 5.30 Uhr aufstehen).“

  • Denke an Deinen Körper und vervollständige den Satz.

„Ich sollte_____________________ (nicht so einen wabbeligen Bauch haben).“

2. Der „Für wen?“-Test.

Sobald Deine Liste steht checkst Du die Existenzberechtigung von jedem „Ich sollte“ mit der einfachen Frage: „Für wen?“ Du wirst feststellen, dass Du einige Punkte ganz klar mit „für mich!“ oder „für meine Kinder!“ beantworten kannst und an anderen Stellen teilweise echt witzige Offenbarungen von Miss Monster zum Vorschein kommen.

Wenn ich beispielsweise denke: „Ich sollte morgens um 5.30 Uhr aufstehen“ und mich dann frage „für wen?“, dann spüre ich echte Inspiration. Ich weiß, ich sollte das für mich tun und für meine Familie. Ich liebe es aufzustehen, bevor die Sonne aufgeht und meine Familie wach ist.

In dieser Stille erschaffe ich bewusst meinen Tag und aktiviere innere Ressourcen. Das macht mich zu einer viel entspannteren Mama und Partnerin und zu einer effektiveren Business Frau. Deswegen ist „morgens um 5.30 aufstehen“ eine neue Gewohnheit, die ich mir gerade Schritt für Schritt erobere.

Überprüfe ich jedoch den Anspruch „Ich sollte nicht so einen wabbeligen Bauch haben“ mit dem „Für wen?“-Test, kann ich über mich selbst lachen: „Für meine ehemaligen Schulfreunde, die ich seit über 20 Jahren nicht gesehen habe. Sollte ich sie zufällig mal irgendwo treffen, dann würde ich gerne so schlank sein wie damals.“

3. Definiere Erfolg als etwas, das innerhalb Deiner Kontrolle liegt.

Deine Auffassung von Erfolg sollte niemals etwas sein, das Dich unter Druck setzen  oder frustrieren kann, sobald sich die Dinge anders gestalten als geplant. Denn mit Kindern ergibt eins plus eins nicht unbedingt zwei. Wenn der Kleine plötzlich fiebert liegt es teilweise außerhalb Deiner Kontrolle, ob Du Dein erstes eBook nach Plan fertig schreiben wirst oder nicht.

Deine inneren Erfolgsrichtlinien müssen deswegen zwei große Kriterien erfüllen.

  • Sie müssen, entsprechend dem „Für wen?“-Test, ein tiefes, von Herzen kommendes „Ja“ in Dir erzeugen.
  • Ihre Erfüllbarkeit muss innerhalb Deiner Kontrolle liegen.

Das bedeutet, dass Du Deinen Erfolg nicht in Äußerlichkeiten misst, sondern in inneren Einstellungen, Erfahrungen, Werten und Gefühlen. Anthony Robbins, einer der einflussreichsten Persönlichkeitstrainer weltweit, hat zum Beispiel für sich entschieden, dass er immer dann erfolgreich ist, wenn er etwas lernt. Da er selbst aus den größten Irrtümern und geschäftlichen Pleiten lernt, ist er immer erfolgreich.

Mach Dir jenseits von Einkommenswünschen oder Kundenzahlen klar, um was es Dir wirklich geht in Deinem Business und in Deinem Leben. Ist es inneres Wachstum? Freude? Anderen Menschen einen Beitrag leisten? Kontempliere darüber und fasse Deine Einsichten in wenigen Sätzen zusammen.

Hier sind meine inneren Erfolgsrichtlinien:

  • Ich bin erfolgreich, wenn ich meine Ziele und Träume fest im Auge behalte und kontinuierlich in kleinen Schritten auf sie zugehe.
  • Ich bin erfolgreich, wenn ich anderen Menschen einen Beitrag leiste und ihnen zu neuen Einsichten und inneren Freiheiten verhelfe.
  • Ich bin erfolgreich, wenn ich meiner Tochter und meinem Mann jeden Tag Momente der echten Präsenz schenke.
  • Ich bin erfolgreich, wenn ich wachse und lerne.

Mit diesen vier Punkten liegt es absolut in meiner Hand, ob ich am Ende eines Tages (Monats oder Jahres) sagen kann: „Ich bin erfolgreich!“ Sie machen mich unabhängig von Vergleichen, schützen mich vor Miss Monster und inspirieren mich mein bestes Selbst und mein bestes Business zum Vorschein zu bringen.

Jetzt bist Du dran. Was sind Deine inneren Erfolgsrichtlinien? Was bedeutet Erfolg für Dich? Teile Deine Einsichten in einem Kommentar unten mit. Ich freue mich, von Dir zu erfahren!

P.S. Nächste Woche, in Teil 2 von „So geht ein mamafreundlicher Business Plan“, zeige ich Dir, wie ich mein Jahr in inspirierende und umsetzbare Projekte einteile.