Hast Du Dir jemals gewünscht, gewisse Sorgen einfach loslassen zu können? Für mehr Vertrauen in Dein Business? Oder für wertvolle Familien-Zeit mit freiem Kopf? Loslassen lernen bedeutet, an nichts mehr zu glauben, was uns begrenzt. Warum sollten wir einengende Gedanken ernst nehmen? Theoretisch logisch. Praktisch? Nicht ganz so einfach….

Deswegen möchte ich Dir heute meine Freundin Dolphinica vorstellen, die mit ihrem Wohnwagen, drei Katzen und mit über 70 Jahren ein Stück Wald in der Nähe von Seattle bewohnt. Wir treffen uns regelmäßig auf den gleichen spirituellen Retreats. Diesen Sommer besuchte ich sie mit meiner Familie für einen unvergesslichen Tag.  

Die 10 kleinen Lektionen, die mir Dolphinicas Lebensstil über das Loslassen erteilte, sind mein Mitbringsel für Dich.

Loslassen lernen Lektion 1:
Sag “Ja”, auch wenn es Deinen Plan umwirft 

Wenn Du Unternehmerin bist, dann liebst Du wahrscheinlich den Moment, wo Dein Plan klar ist. Wenn Du genau weißt, wo Du hinmöchtest und welche nächsten Schritte Dich dorthin bringen werden. Dieser Plan kann natürlich sehr hilfreich sein. Er kann aber auch den Blick auf unerwartete Gelegenheiten versperren.

So nach dem Motto: „Ich kann diesen Kundenanfragen jetzt nicht nachgehen, sonst habe ich keine Zeit für Marketing.“

Früher habe ich es als Aufgabe betrachtet, meinen Kundinnen dabei zu helfen, ihrem Plan treu zu bleiben. Heutzutage bin ich mindestens genauso an den Türen interessiert, die sich unerwartet auftun und im ersten Moment als Abweichung von der linearen Strategie erscheinen.

Oft kommen die Fäden an einem Punkt in der Zukunft wieder zusammen und machen das Puzzle komplett. Um diese Magie zu erleben, muss man vielleicht eine Weile ohne festen Boden unter den Füßen schwimmen…

Im Falle von Dolphinica war es so, dass wir ihr eigentlich nur eine Tüte voller Lebensmittel vorbeibringen und zusammen Kaffee trinken wollten. Doch wenig später saßen wir alle zusammen in unserem Mietwagen und fuhren Richtung Mount Rainier, dem schönsten Berg in Washington State.

>> Wie sieht Dein Plan für die nächsten Wochen aus? Fühlt er sich eng an oder weit? Bist Du offen für das Unerwartete? Wenn es kommt, dann sag einfach „Ja“. 

Loslassen lernen Lektion 2:
Schaue immer nach der Lösung

Dass es „immer eine Lösung gibt“ hast Du bestimmt schon oft gehört. Doch bist Du auch bereit, die Lösungen in Erwägung zu ziehen, die direkt vor Dir liegen?

Wenn es wackelig wird, tauchen wir gerne ab im Internet, um bei Experten aus fernen Ländern mit sagenhafter Reichweite große Antworten zu finden. Große Ratschläge. DIE geheime Verkaufsstrategie, die endlich alles gut macht.

Nach diesen Exkursionen haben wir dann nicht nur eine Lösung, sondern fünf neue Probleme im Kopf. Weil uns bewusst geworden ist, was uns noch alles fehlt, um erfolgreich mehr Kunden zu gewinnen.

Dolphinica geht so etwas ganz anders an. Sie schaut einfach, was sich unmittelbar in ihrem Radius befindet. Zum Beispiel im Umkreis der nächsten 10 Meter. Ihr ganzer Garten besteht aus Lösungen.

Sie hat Möglichkeiten gefunden, ohne Mittel ganze Erdbänke aufzuschichten und zu bepflanzen, Ziegenböcke zu bändigen, Handwerker als unentgeltliche Helfer zu gewinnen, u.v.m. Sie ist arm an Problemen und reich an Lösungen.

>> Wo machst Du die Dinge komplizierter als sie sind? Wo kannst Du beginnen, die Lösung in unmittelbarer Nähe zu finden?

Das sind Dolphinica und ich in einem Gasthof auf dem Mount Rainier.

Loslassen lernen Lektion 3:
Kümmere Dich nicht um das Urteil der anderen 

Ein Business  voran zu bringen bedeutet, sich verletzlich zu machen. Risiken einzugehen. Hinzufallen und Aufzustehen. Natürlich wäre es uns lieber, wenn jedes Projekt schon im Vorfeld den “Garantiert erfolgreich” Stempel erhalten könnte. Deswegen bleiben wir phasenweise verunsichert stehen, statt Ideen unschuldig auszutesten.

Wir fragen uns: „Was passiert, wenn es nicht klappt? Was denken die anderen? Was ist, wenn jemand meine Botschaft falsch versteht? “

Folgen wir diesen Bedenken, dann bilden sich regelrechte Energiestaus, die durch analytisches Denken spontane Lebensfreude unterbinden.

Für mich war es toll, eine Person wie Dolphinica zu erleben, die jenseits solcher Bedenken lebt. Auf unserem Weg zum Mount Rainier machten wir Halt an einem wunderschönen See. So wie man sie aus den alten Indianerfilmen kennt.

Links und rechts von uns befanden sich kleine Gruppen aus Badegästen. Trotzdem zog sich Dolphinica selbstverständlich aus und hüpfte splitterfasernackt ins Wasser. Mit lauten Geräuschen der Zufriedenheit machte sie noch zusätzlich auf sich aufmerksam. Ihr war es völlig egal, was die anderen über sie denken könnten.

Wir machten es ihr nach. Nicht nackt, aber in Unterwäsche sprangen wir ins Kühle nass und lachten aus ganzer Kehle, weil uns die Freiheit, doof dazustehen, so beglückte.

>> Wo folgst Du Deiner Weisheit nicht, weil Du Angst vor dem Urteil der anderen oder Angst zu scheitern hast? Das, was die Uhr unternehmerisch wirklich zum Ticken bringt ist das Umsetzen kreativer Impulse. Nimm einen dieser unterdrückten Impulse und: Just do it!

Loslassen lernen Lektion 4:
Teile, auch wenn Du selbst nicht viel besitzt 

Nach unserem erfrischenden Bad packte Dolphinica überraschend einen Picknickkorb aus. Er war gefüllt mit den Lebensmitteln, die wir ihr vorher im Supermarkt gekauft hatten.

Manchmal ernährt sich Dolphinica nur von Reis, weil sie kein großes Budget für Essen ausgibt, und ich wollte eigentlich ihren Küchenschrank voll machen. Brot, Käse, Tortilla Chips. Selbstverständlich und großzügig breitete sie alles auf dem Gras aus und lud uns lächelnd ein: „Bedient euch, meine Lieben, und keine Zurückhaltung bitte.“

Diese Großzügigkeit hat mich sehr berührt, es lag so viel Herz und Gottvertrauen darin. “Wenn ich heute genug habe, dann wird es auch morgen reichen.”

Ein eigenes Business als Solo-Unternehmerin aufzubauen führt manchmal zu einer Endlos-Schlaufe aus Ich-Gedanken. “Was könnte ICH noch besser machen? Warum funktioniert es bei MIR nicht so? Was übersehe ICH?” Ich. Ich. Ich.

Dolphinica hätte sich ebenfalls Existenz-Sorgen hingeben und unseren Einkauf sicher in ihrem Wohnwagen verstauen können. Doch sie teilte. Sie dachte an uns alle, nicht nur an sich.

Und die Wahrheit ist, als Unternehmerinnen wollen wir auch teilen, unseren Traum, unsere Fähigkeiten und die Möglichkeiten, die wir für unsere Kunden sehen.

>> Was verändert sich, wenn Du Deinen nächsten Blogartikel oder Social Media Post nicht kreierst, um Reichweite zu erzeugen, sondern um zu teilen? Um etwas von der Freude und Kreativität weiterzugeben, die Du fühlst, wenn Du Deinem Herzensthema treu bleibst?  Du hast viiiiieeel mehr zu geben als zu befürchten…

Loslassen lernen 3

In diesen See sind wir gehüpft auf dem Weg zum Mount Rainier

Loslassen lernen Lektion 5:
Nimm rein gar nichts persönlich 

Wer drückt Dir Deine Knöpfe? Eine Kollegin? Ein Regelbrecher in Deiner Facebook Gruppe? Es passiert ganz schnell und plötzlich schwappt eine emotionale Welle der Entrüstung über uns hinweg. In solchen Momenten erinnere ich mich früher oder später zum Glück daran, dass meine Reaktion und das Verhalten von Person X eigentlich unabhängig voneinander sind.

Jeder Mensch lebt sein eigenes Leben, jeder Mensch kämpft mit seinen eigenen Denkschlaufen. Das Verhalten einer anderen Person sagt mehr über sie selbst aus als über mich.

Dolphinica war auch hier ein toller Lehrmeister. Sie reagierte offen auf alle Menschen, mit denen wir an unserem Tag Kontakt hatten. Auch wenn sie schräg guckten und schon fast laut dachten: „Was ist das denn für eine verrückte Lady? Warum trägt die so merkwürdige Röcke und läuft barfuß?“

Dolphinica erzählte mir, wie sie bereits als kleines Mädchen gelernte hatte, ihre schwierige Stiefmutter nicht zu verachten, sondern zu lieben. Das war einfacher als einen Berg aus Schmerz und Beschuldigungen aufzubauen.

„Ich nehme nichts persönlich und ich bewerte es nicht, wenn Menschen mir gegenüber Vorbehalte haben. Wozu?” Neben irritierten Blicken kam es so auch zu witzigen Begegnungen, denn Dolphinica spricht Gott und die Welt mit einem freundlichen “Hello!” an. 

>> Welche Person hat Dir in letzter Zeit einen Knopf gedrückt? Wieviel Raum hast Du den dadurch ausgelösten Gefühlen und Gedanken gegeben? Betrachte die Person – so wie Dolphinica es tun würde – bewertungsfrei. Welche Lektion hält die Situation dann für Dich bereit?

Loslassen lernen Lektion 6:
Sei Dir der Kraft Deines Fokus bewusst 

Woraus besteht unsere Realität? Wenn Du einen Quantenphysiker fragst, dann wird er wahrscheinlich sagen: „Aus sehr kleinen Partikeln.“ Es sind die gleichen Teilchen, die einen Baum, ein Auto oder das Gesicht Deines Kunden zusammenfügen. Verrückt, oder?

Doch denk mal nach. Wann hast Du das letzte Mal an etwas gedacht und schwupp war es plötzlich da? Vielleicht ein Anruf, oder eine Kooperation oder ein bestimmtes Buch? Solche Dinge geschehen. Ständig.

Wir kreieren unsere Welt mit unseren Gedanken. Ob wir uns bewusst darüber sind, oder nicht.

Deswegen erlebe ich es auch regelmäßig, dass kleine Wunder direkt im Anschluss an Coaching Sitzungen geschehen. Innerlich wurde ein Knoten gelöst. Äußerlich kommt augenblicklich ein unerwarteter Auftrag rein.

Dolphinica geht mit dieser Kraft bewusst um. Wenn es im Winter kalt wird, dann stellt sie sich vor, wie es ihr stets kuschelig warm ist in ihrem Wohnwagen. So dass es tatsächlich vorkommt, dass ihre Fenster mit Eisblumen geschmückt sind und sie trotzdem nicht friert.

>> Was sind Deine zentralen Gedanken rund um Dein Business? Welche davon bringen Dich Deinem Traum näher. Welche führen in eine unerwünschte Richtung? Werde Dir einfach darüber bewusst und gewinne Abstand zu den unerwünschten Gedanken, in dem Du sie beobachtest, statt Dich mit ihnen identifizierst.

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Ich freu mich auf Dich.

Loslassen lernen Lektion 7:
Wisse, dass Du Dein Leben selbst heilen kannst 

Ich bin mit einer gesunden Skepsis gegenüber der Schulmedizin aufgewachsen. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum meine Familie so gesund ist. Ganz selbstverständlich verlassen wir uns auf unsere Selbstheilungskräfte.

Wenn mich unser Kater Milkyway in Abwehr einer Knuddel-Überdosis kratzt, dann heilt diese Wunde in wenigen Tagen. Ohne mein zutun. Einfach so. Je weniger ich mich einmische, desto schneller geht es.

Wahrscheinlich würde das bei größeren Angelegenheiten ebenfalls funktionieren, wenn wir nicht so darauf trainiert wären, von fremder Hilfe abhängig zu sein.

Dolphinica schwankt ein bisschen beim Laufen. Das kommt von einem Gelenkbruch. Da sie kein Geld für einen Arzt ausgeben wollte, hat sie ihn selbst geheilt. Wie eine wilde Wölfin, die im Stillen ihre Wunden leckt und später gesund aber mit einer fellfreien Narbe wieder auftaucht.

Selbstheilung ist nicht nur körperlich möglich, sondern überall.

>> Wo kannst Du einfach mal zur Seite treten und machen lassen? Höhere Intelligenz wirken lassen? Wo kannst Du auf Medizin in Form von Tools und Strategien verzichten und den Selbstheilungskräften als Unternehmerin vertrauen?

Loslassen Lernen Lektion 8:
Träume so groß wie ein kleines Mädchen 

Bestimmt kennst Du das Bild von dem weißen Blatt Papier, als das wir zur Welt kommen? Mit jedem „Nein, das geht nicht“ faltet es sich ein bisschen mehr zusammen. Am Schluss, wenn man dann zu einem kleinen festen Papierpaket geworden ist, wirkt der Gedanke „Alles ist möglich“ ziemlich unrealistisch.

Immer wieder neu aufzustehen, sich nicht verunsichern zu lassen, Geduld zu haben und dranzubleiben an den eigenen Träumen ist ein Lebenswerk der Entfaltung. Nur weil etwas noch nicht funktioniert hat, heißt es noch lange nicht, dass es unmöglich ist.

Dolphinica war mir auch hier eine Lehre. Mit ihren über 70 Jahren träumt sie wie ein kleines Mädchen. Von einer weltumspannenden Wasserversorgung, von einer großen Villa mit viel Platz für Freunden.

Dabei träumt sie nicht aus einem Mangel heraus, sondern aus der Fülle ihrer Zufriedenheit. Das macht einen großen Unterschied.

>> Denke an einen Traum von Dir. Was sagt der Zweifler? Was sagt die Wahrheit hinter dem Zweifel? Fühle die Wahrheit und atme auf.

Loslassen Lernen Lektion 9:
Mache Dir niemals Sorgen um Geld  

Zu mir ins Coaching kommen Mütter mit den unterschiedlichsten finanziellen Backgrounds.

Manche sind ganz auf sich gestellt mit wenig Rückhalt, manche haben einen gut verdienenden Ehemann, manche schauen auf eine Unternehmenskarriere zurück und besitzen finanzielle Polster. Doch nur wenige sind frei von finanziellen Sorgen.

Die „Was ist wenn“-Frage macht uns Müttern zu schaffen. „Was ist, wenn mich mein Mann verlässt?“ „Was ist, wenn ich plötzlich alleine dastehe?“

In Dolphinicas Leben gehört Geld gar nicht so richtig zur Gleichung. Irgendwie besitzt sie Geld für alles, was ihr wirklich wichtig ist. Und ohne die Dinge, für die sie kein Geld besitzt, kommt sie auch super klar.

Ihr Denken ist anders. Ihre Wahrnehmung ist anders. Sie hat Zugang zu einer inneren Form von Unabhängigkeit gewonnen, die sie mit allem versorgt, was sie braucht. Aus sich selbst heraus.

Ganz selten habe ich das auch bei Obdachlosen erlebt. Ein Bettler, dem ich mal fünf Euro in die Hand drückte, schenkte mir daraufhin das strahlendste Lächeln. Glücklich, offen, mit wunderschönen weißen Zähnen.

Ich war davon so erfüllt, dass ich mich später fragte: “Wer war dieser Mann? Vielleicht habe ich ihn gar nicht beschenkt, sondern er mich? ”

>> Um welche Gedanken kreist Dein Geldsorgen-Hamsterrad? Hast Du ein Dach über den Kopf? Hast Du einen gefüllten Kühlschrank? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich besonders die Dinge in meinem Leben leicht auf die nächste Ebene heben lassen, für die ich total dankbar bin. Wofür bist Du dankbar? Kannst Du Dankbarkeit über Deine Sorgen stellen? Versuche es mal…


Meine Tochter Maga – ein “happy mind” im Urlaub

Loslassen Lernen Lektion 10:
Schlafe unter freiem Himmel

Am Ende eines wunderschönen Tages kamen wir spät in der Nacht wieder bei Dolphinica an. Meine Tochter war im Auto eingeschlafen und ich half Dolphinica noch schnell, ihre Sachen zurück in den Garten zu tragen.

Von ihrem Eingangstor bis zum Wohnwagen führte ein Weg, der links und rechts mit riesigen Tannenbäumen umsäumt war. Oben zwischen den Bäumen glitzerte eine Straße aus Sternen.

Ich hatte das Gefühl, dass mir jederzeit eine Elfe auf die Schultern hüpfen könnte.

“Das hier ist mein Schlafplatz”, sagte Dolphinica und deutete auf eine Matratze im Freien mit ganz vielen Decken. “Du kannst dort gerne meine Sachen abstellen.” Ich dachte: “Natürlich, eine Frau wie Dolphinica braucht nachts den freien Himmel über sich.”

Aber wer von uns braucht das eigentlich nicht? Die Freiheit in endlose Weiten zu schauen, über den eigenen Horizont hinaus, da wo unbekannte Abenteuer warten.

Das Gute ist: Freiheit ist immer da. Mit und ohne Milchstraße über Deinem Bett. Mit und ohne passives Einkommen. Mit und ohne Mega-Reichweite. Alles, was Du dafür brauchst ist ein Moment mit geschlossenen Augen, um nach Innen in Deinen eigenen Sternenhimmel zu schauen. Und vielleicht noch eine Freundin wie Dolphinica…

>> Welche Lektion hat Dich am meisten angesprochen? Wenn Du mir Deine Gedanken in den Kommentaren mitteilst, kann ich sie Dolphinica ausdrucken (sie hat kein Internet) und ihr Deinen Gruß beim nächsten Mal mitbringen 🙂 Ich freu mich auf Dich in den Kommentaren… Bis gleich!