Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du Texte über Dich und Dein Business hättest, die Dich voll und ganz wiedergeben. So dass Du beim Lesen denkst: „Ja, das bin ich und das ist meine Botschaft!“ Hier stelle ich Dir einfache Mittel vor, mit denen Du das Glück authentischer Web- und Werbetexte ergreifen kannst.

Noch heute ist es mir ein bisschen unangenehm, wenn ich in meinen Unterlagen auf den Programm-Flyer einer Frauenwoche in Fulda stoße. Enthalten ist nämlich ein Text von mir, der meinen ersten Workshop für Business Mamas ankündigt.

Es ist nichts falsch mit dem Text. Er besitzt nur einen Unterton, der nicht zu mir gehört. Etwas zu sachlich liste ich all die Dinge auf, die man in den ersten Jahren als Mutter entbehren muss – und das hört sich irgendwie vorwurfsvoll an.

Aufgefallen ist mir das damals erst, als das fertige Programm bei uns im Briefkasten lag und mein Mann etwas irritiert meinte: „Wieso hast Du mich nicht drüber lesen lassen?“

Aber: Aus Fehlern wird man klug !

Wirkungsvoll zu schreiben ist nicht schwer. Du musst nur wissen, wie Du vorzugehen hast.

Selbst wenn Du sagst: „Ich kann einfach nicht schreiben!“ werden Dir meine Erläuterungen helfen, Dich besser zu fühlen mit Deinen Selbstdarstellungstexten.

Vor allem, weil es gar nicht darauf ankommt, perfekte Sätze zu formulieren. Du kannst heutzutage so schreiben, wie Du sprichst – und das sind gute Grundvoraussetzungen!

 Dein 3-Phasen-Modell für leuchtende Selbstdarstellungstext

1. Phase:  Finde 3 inspirierende Vorbilder

Bevor Du wichtige Texte für Dein Business schreibst, empfehle ich Dir drei, vier vergleichbare Texte von Unternehmerinnen zu sammeln, die Du richtig gut findest.

Für meine Über-mich-Seite habe ich mir beispielsweise die Seiten von Marie Forleo und Laura Roeder angeschaut, zwei Business Genies aus den USA, die ich bewundere.

Zu sehen, was ihre Texte gemeinsam haben, wie sie ihre Kunden ansprechen, welche Struktur den Texten zugrunde liegt und welche Stimmung sie beim Lesen erzeugen hat mir wichtige Orientierungshilfe gegeben.

 2. Phase: Werde Dir sehr klar darüber, wer Dein optimaler Kunde ist und was Du ihm zu geben hast.

Unsere Mischlingshündin Tammy hat noch nicht verstanden, dass ich die kilometertiefen Löcher, die sie in unseren Garten gräbt, nicht so schön finde wie sie.

Um ihr das beizubringen, müsste ich noch besser „hündisch“ sprechen.

Mit Kunden ist es ähnlich. Man muss ihre Sprache sprechen, um sie zu erreichen. Deswegen sollen Dir die folgenden Fragen dabei helfen, auf Tuchfühlung mit Deinem potentiellen Klientel zu gehen.

Deine Antworten sind elementare Bausteine für Dein „Text-Bauset.“ Wenn Du sie ausführlich und in der Tiefe beantwortest, dann kannst Du sie in unterschiedlicher Zusammenstellung für jeden Flyer, Web- und Werbetext verwenden.

Tipp: Drücke Deinem Mann oder einer Freundin ein Aufnahmegerät in die Hand (iPod, Smartphone, etc) und lass Dich von ihnen mit diesen Fragen interviewen. Versuch so viel und frei wie möglich zu erzählen – dann wirst Du beim Abtippen echte Diamanten entdecken und hast einen tollen ersten Entwurf.

Baustein 1: Wer ist Dein optimaler Kunde?

Stell Dir eine Versammlung Deines Lieblingskunden mit hunderten oder tausenden von Doppelgängern vor – dann hast Du Deine Zielgruppe!

Was macht diese Personen aus? Sind sie weiblich, männlich, Mütter, Kinder, Selbstversorger? Wie ist das Alter? Wovon träumen sie? Was sind ihre Ideale?

Zähle alles auf, was Dir in den Kopf kommt – editieren kannst Du später.

Ziel ist, dass Du zunächst verstehst, was Deinen optimalen Kunden ausmacht. Danach kannst Du die Informationen für Deinen Text herausfiltern, die ihm das Gefühl geben: „Diese Frau weiß genau, wo ich stehe!“

Baustein 2: Welches Problem hat Dein optimaler Kunde?

Die Kunst bei dieser Frage besteht darin, das Kernproblem Deines optimalen Kunden zu finden und auf den Punkt zu bringen. Wo brauchen Deine Klienten Hilfe? Was schaffen sie mit Deiner Unterstützung viel besser? Was bringt sie zu Dir?

Hier geht es natürlich nicht darum alle möglichen Probleme von Ehekrise bis Rückenschmerzen aufzuzählen, sondern genau das Problem zu finden, das Du mit Deinem Angebot löst.

Traue Dich eine Spezialistin zu sein und baue in Deine Texte eine genaue Beschreibung der Herausforderungen ein, die Dein optimaler Kunde gerade zu meistern hat!

Baustein 3: Wie löst Du dieses Problem?

Beschreibe hier wie Du Deinen Kunden hilfst. Was ist Dein Angebot? Mit welchen Produkten oder Dienstleistungen unterstützt Du Deine Kunden?

Baustein 4: Was macht Dich in den Augen Deines optimalen Kunden zu einer Expertin?

Bestimmt ist es nicht die trockene Liste aus Ausbildungen und Schulabschlüssen, die auf einigen Über-mich-Seiten zu finden ist. Falls Du auch so eine hast: Jetzt ist es an der Zeit für einen Neuanfang  🙂

Deine Kunden möchten wissen, warum Du die beste Anlaufstelle für ihr Anliegen bist. Deswegen solltest Du Dich hier auf die Erfahrungen konzentrieren, die Dich zur perfekten Problemlöserin machen.

Welches Wissen, welche Techniken, welche Erfahrungen und Talente hast Du Dir zu Eigen gemacht, von denen Deine optimalen Kunden profitieren?

Baustein 5: Was ist Dein „Warum“?

Der Autor Simon Sinek hat ein ganzes Buch darüber geschrieben, weshalb Firmen mit einem klaren „Warum“ erfolgreicher sind als andere: „Start With Why.“

Sineks These ist, dass sich andere leichter mit Dir und Deinem Business verbinden können, wenn sie verstehen, was der tiefere Beweggrund für Dein Handeln ist.

Mein Warum steht auf meiner Über-mich-Seite: Ich träume davon, dass wir Mütter uns alle zusammentun und die Welt verändern. Damit eines Tages jedes Kind auf dieser Erde gut versorgt und sicher ist.

Was ist der tiefere Grund hinter Deiner Business Idee?

 3.   Phase: Einstellung ist alles! Die innere Haltung beim Schreiben

Abschließend noch ein kleiner Tipp zum Schreibprozess.

Bevor ich einen neuen Blog Artikel oder andere Texte schreibe, frage ich mich meistens: Welche Gefühle möchte ich bei meinen Leserinnen hervorrufen?

Einer der wichtigsten Schlüsselbegriffe in diesem Zusammenhang ist für mich: Inspiration.

Was sollen Deine (potentiellen) Klienten fühlen, wenn sie auf Deine Internetseite stoßen, eine Anzeige von Dir lesen, Deinen Flyer durchblättern?

Sehe Dich selbst beim Schreiben als Überbringerin dieser angenehmen Schwingung.

 

Welche Text-Herausforderungen hast Du gerade zu meistern? Von welchen Texten fühlst Du Dich als Kundin angesprochen? Wie gehst Du beim Schreiben vor?

Die anderen Mamas und ich freuen uns über Deine Erfahrungen in den Kommentaren.