Stopp den Perfektionismus. Was Burn-Out gefährdete Mütter unbedingt lassen sollten

2018-04-13T22:00:40+00:00Von |12 Kommentare

“Wir Frauen und Mütter schlagen uns beinahe unaufhörlich mit Druck von allen Seiten herum”, sagt Maria Peters. Die Filmproduzentin, Moderatorin und Mutter eines 9-Jährigen ist 2010 fast an den eigenen Anforderungen an ihr Leben zerbrochen. Wie sie es geschafft hat, eine schwere Erschöpfungsdepression und Panikattacken glorreich hinter sich zu lassen, erzählt sie hier im Interview. 

 

MariePetersCover

MAMA Revolution: Liebe Maria, in Deinem Buch “Ich will alles und noch mehr” beschreibst Du, wie Du 2010 in einen Burn-Out geschlittert bist. Was waren die wesentlichen Auslöser Deines Zustandes?

Maria Peters: Ganz kurz muss ich gleich zu Beginn erwähnen, dass es bei mir kein klassisches Burn-Out war, sondern eher eine Erschöpfungsdepression mit Panikattacken.

Burn-Out ist ja beinahe schon ein Modewort unseres Jahrhunderts geworden, aber jeder der stark erschöpft ist, Depressionen oder Panikattacken hat, leidet nicht zwingend an einem Burn-Out.

Bei mir war eher die Sicht auf die Dinge in meinem Leben die Falsche und ich habe immer versucht alles perfekt zu machen. Sowohl als Ehefrau, Mutter, Frau, im Berufsleben, im Haushalt, als Freundin usw. Das ist ganz schön anstrengend 🙂

Also im Nachhinein betrachtet habe ich ja bereits viele Jahre darauf „hin gearbeitet“.

Die vielen Anforderungen an eine Frau und Mutter und auch mein starker Perfektionismus haben ebenfalls das ihre dazu beigetragen.

 

“Ich hatte einfach verlernt auf mich und meinen Körper zu hören und habe mir keine Ruhezeiten gegönnt und mir auch keine Zeit für mich selbst eingeräumt.”

 

MAMA Revolution: Deine Erschöpfungsdepression hat Dich für eine Weile ganz schön außer Gefecht gesetzt. Wie hat sich das angekündigt und geäußert?

Maria Peter: Ich wurde immer schneller gereizt und war schon mit den kleinsten Dingen und Anforderungen an mich überfordert. Ich war zittrig oft auch schwindelig und bekam dann auch starke Ein- und Durchschlafstörungen. Extreme Kopfschmerzen und auch Rückenschmerzen beziehungsweise Verspannungen waren mein täglich Brot.

 

MAMA Revolution: Was ist für Dich eine wesentliche Ursache für den starken Perfektionismus, den Du hattest und den viele andere Frauen auch kennen?

Maria Peters: Der Einfluss der Medien. Man muss ja nur die Hochglanzmagazine aufschlagen und schon fühlt man sich schuldig. Schuldig nicht gleich wieder nach einer Geburt gertenschlank zu sein, gut gelaunt und alles im Griff zu haben.

Man glaubt nicht, wie uns das trotzdem alles unterbewusst manipuliert.

Das wir aber keinen Personaltrainer zu Hause haben, der uns täglich vier Stunden triezt, während die Nanny die Kinder versorgt, die Köchin das Mittagessen zubereitet und die Haushaltsperle durchs Haus fegt, das ist uns oft nicht bewusst.

Nebenbei erwähnt, strebe ich so ein Leben auch nicht an. 🙂

 

“Man muss ja nur die Hochglanzmagazine aufschlagen und schon fühlt man sich schuldig.”

 

MAMA Revolution: Was fehlt Müttern und Frauen Deiner Meinung nach, um leichter mit sich selbst zufrieden zu sein?

Maria Peters: Phhuu, das ist eine schwierige Frage :)!

Ich denke wir sollten uns bewusst machen, was wir bereits alles erreicht und geschafft haben und da meine ich nicht den beruflichen Erfolg, sondern unsere Familie, unsere Ehe und unsere Kinder. Den doofen Perfektionismus sollten wir alle ganz dringend in den Keller sperren, der macht uns nur unglücklich! Es ist ja schön, ein Mensch mit Ecken und Kanten zu sein.

“Meine Psychologin meinte immer: Zu viel Perfektionismus macht unsympathisch. Das unterschreibe ich voll und ganz!”

 

MAMA Revolution: Du stehst nach einer schweren Erschöpfungsphase wieder mitten im Leben. Wie hast Du Du das geschafft? Welche Schritte haben Dich zurück ins Leben geführt?

Maria Peters: Das klingt jetzt fast zu simpel, aber ich habe einfach nur umgedacht. Ich lasse mich nicht mehr knechten und von mir selbst unter Druck setzen. Oft bleibt auch einfach was liegen und wird erst am nächsten Tag erledigt.

Natürlich bin ich aber auch viele Jahre zur Gesprächstherapie gegangen. Auf einmal ist mir der Knopf aufgegangen 🙂

Und so läuft das jetzt eigentlich seit zwei Jahren wieder sehr gut.

 

MAMA Revolution: Was sind Deine wichtigsten Ratschläge für Mütter, die sich am Rande der Erschöpfung befinden?

Maria Peters: Das ist ganz kurz beantwortet! Sofort professionelle Hilfe holen!

Ich dachte anfangs auch, ich schaffe es alleine. Heute ist mir aber bewusst, das war nur vergeudete Zeit. Bei den ersten Anzeichen, ab zum Hausarzt und der soll dann die Überweisung für den psychiatrischen Facharzt schreiben.

Und hier noch eine ganz wichtige Botschaft: Der Gang zum Psychiater oder Psychologen mag am Anfang zwar ein schwerer sein, aber wir sind keineswegs verrückt!

Wir gestehen uns lediglich ein, dass wir einige Jahre nicht gerade ein Schonprogramm mit unserem Körper gefahren sind und dringend etwas ändern sollten. Wir sind auch kein Fall für die Psychiatrie.

 

“Wir müssen einfach wieder lernen mit unserem Körper zurecht zu kommen und die Sicht auf die Dinge in unserem Leben zu ändern. Dabei können echte „Profis“ einfach am besten helfen.”

 

MAMA Revolution: Du arbeitest als Moderatorin, Filmproduzentin, Sprecherin und Mediencoach. Wie sieht ein normaler Tagesablauf bei Dir aus?

Maria Peters: Da ich ja verschiedene Sparten abdecke, sieht mein Tagesablauf zum Glück immer anders aus. Wenn ich eine Moderation habe, verbringe ich viel Vorbereitungszeit am Computer und beim Schminken im Bad :), dann geht’s auf zur Veranstaltung.

Bei einer Filmproduktion, schreibe ich das Drehbuch, bin ich am Drehort mit dabei und führe Regie. Anschließend schneide ich zu Hause in meinem Büro die Filme selbst. Beim Sprechen bin ich im Tonstudio und als Mediencoach direkt bei meinem Kunden.

Ich pflastere mir aber die Tage keineswegs mehr so zu wie früher.

Nehme auch nicht mehr um jeden Preis jeden Job an, sonst hätte ich ja wieder keine Zeit mehr für meine Familie und vor allem für mich.

Ich bestehe darauf, beinahe täglich das Mittagessen für meine Familie zu kochen und wenn es nur irgendwie möglich ist, mich danach eine halbe Stunde auszuruhen. Das gelingt mir auch meistens.

 

“Ich nehme nicht mehr um jeden Preis jeden Job an.”

 

MAMA Revolution: Wie organisierst Du Dich so, dass Du genug Zeit für Dich, Deinen Sohn und Deinen Mann hast?

Maria Peters: Das ist Einteilungssache. Ich streiche mir meine persönliche Zeit im Terminkalender an und lasse viel mehr Luft zwischen den einzelnen Terminen.

Da ich auch viel von zu Hause aus arbeite, bin ich viel für meinen Sohn da. Ich bringe ihn jeden Abend zu Bett und massiere seine Beine mit Lavendelöl. Das liebt er so sehr 🙂 Diese gemeinsame Zeit möchte ich nicht missen.

Mein Mann und ich gehen oft gemeinsam in die Sauna oder fahren auch mal übers Wochenende fort.

Ganz wichtig ist uns auch nicht zu viel Zeit vor dem Fernseher zu verbringen. Wir setzen uns oft Abends nach dem Essen zusammen und plaudern miteinander.

Die Zeit die wir haben auch ordentlich zu nutzen und uns auch auszutauschen ist uns sehr wichtig.

 

“Ich streiche mir meine persönliche Zeit im Terminkalender an.”

 

MAMA Revolution: Du hast Dein Buch im Eigenverlag veröffentlicht. Zu welchen Zeiten hast Du es geschrieben und wie vermarktest Du es?

Maria Peters: Zu dem Zeitpunkt des Schreibens habe ich noch nicht wieder so viel gearbeitet.

Meine Mentorin, die bekannte Autorin Sarah Saxx hat mir sehr viel geholfen und auch die Autorin und Bloggerin Annika Bühnemann hat mich toll unterstützt. Die beiden sind mir immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden, ich hatte manchmal sogar schon ein schlechtes Gewissen, weil ich sie andauernd gelöchert habe. 🙂

Ein Segen in der Eigenvermarktung sind mit Sicherheit auch die Social Medias. Hier kann man sich toll eine Fangemeinde aufbauen und direkt mit den Lesern kommunizieren.

Die Medien in Österreich haben mich ebenso sehr gut unterstützt. Ihnen hat meine Offenheit zu diesen Themen gefallen. Außerdem sind sehr viele Frauen davon betroffen und es werden leider immer mehr.

 

 

MAMA Revolution: Welche Herzensbotschaft möchtest Du den Leserinnen von MAMA Revolution mit auf den Weg geben?

Maria Peters: Ich möchte allen Müttern sagen, dass sie Großartiges leisten und sich dafür lieben und loben dürfen. Nehmt euch für euch selbst Zeit und seid nicht immer nur für alle anderen da. Nur wenn es euch gut geht, geht es auch eurer Familie gut!

 

MAMA Revolution: Vielen herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute für Deinen Weg!

Wer Maria besuchen möchte, kann hier bei ihr klingeln: www.maria-peters.com

 

Was denkst Du über Erschöpfung, über das Bild der perfekten Frau, über den Druck, den wir uns selbst machen? Wie gehst Du damit um? Die anderen Mamas, Maria und ich freuen uns sehr, wenn Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. Bis gleich in den Kommentaren. 🙂

 

Beteilige Dich am Austausch

Ich verstehe :)

12 Kommentare

  1. Jen 2. Oktober 2015 um 18:07 Uhr - Antworten

    Oh ja….der Perfektionismus…..ich hab vieles aus dem Interview wieder erkannt. Mich hat mein extremer Perfektionismus der mich seit meiner Kindheit begleitete auch mit in eine Krankheit gerissen…aber auch mir geht es heute wieder (oder gar zum erste Mal?!) richtig gut.

    Wir Frauen sind halt das wirklich starke Geschlecht und denken wir dürften keine Schwächen zeigen und müssten Job, Kind(er),Haushalt, Freizeitgestaltung (für sich selbst, Mann und Kinder!!!), und was noch alles dazu kommt perfekt organisieren und hin bekommen….dabei vergessen wir oft uns selbst….

    Ich sage ja immer: Perfektionismus ist ein Wettkampf den du nie gewinnen wirst. Und er hat auch nie etwas mit Selbstliebe zu tun!

    Ich schaue mal auf Marias Seite vorbei. Vielen Dank für das Interview.

    Ein schönes WE, alles Liebe, Jen

    • Sandra Heim 5. Oktober 2015 um 17:33 Uhr - Antworten

      Da triffst Du es ziemlich auf den Punkt, liebe Jen! Perfektionismus ist einfach nur Quälerei und es kommt meistens nichts bei raus, das wirklich glücklich macht, selbst wenn man seine Ziele dadurch erreicht. Denn am Ende geht es ja vor allem um den Weg, den wir jeden Tag auf unsere Ziele zugehen. Wenn wir den nicht genießen, dann wird es schwer, das Glück zu finden. Alles Liebe für Dich, Sandra

    • Maria Peters 8. Oktober 2015 um 12:35 Uhr - Antworten

      Liebe Jen, ich kenne das mit dem Perfektionismus… 😀 Er ist echt erbärmlich und erwischt mich auch immer wieder. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man ihn doch ganz gut bezwingen kann. Auch wenn man sich richtiggehend dazu zwingen muss. Freut mich, dass es dir wider besser geht. Ich sage immer, irgendwann wird alles wider gut. Bei mir hat es auch ein paar Jahre gedauert. Wenn man viel Jahre das falsche Programm fährt ist es eigentlich klar, dass man nicht von einem Tag auf der anderen alles anders machen kann. Festgefahrene Muster sind echt schwer abzulegen, aber es kann gelingen. Du hast auch völlig recht, wenn du sagst wir Frauen haben es beinahe noch schwerer wie unsere Männer… Natürlich müssen wir alles managen. Nicht nur unser Beruf fordert unsere ganze Aufmerksamkeit, wir müssen alles unter einen Hut bringen. Ob Haushalt, Ehe, Freizeitaktivitäten der Kids, Freunde und und und.. Alles wird von uns koordiniert. Ich habe aber schon gelernt, meinen Mann mehr zur Verantwortung zu ziehen, denn schließlich bin auch ich Vollzeit beschäftigt mit meiner Selbständigkeit. Vielleicht kannst auch du deinen Partner mehr mit ein binden? Ich wünsche dir alles Gute beim Wettkampf mit deinem Perfektionismus. Ich wette du gewinnst 😉 Hab Geduld! Alles Liebe und Gute für deine weitere Zukunft, Maria

  2. Annette Heiß 2. Oktober 2015 um 16:20 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra und liebe Maria,
    ja, auch mir aus dem Herzen gesprochen, der Beitrag macht viel Resonanz bei mir! Auch ich schlage mich viel mit dem Druck herum, den ich mir selbst mache, weil ich mit den Glaubenssätzen aufgewachsen bin: ich bin nicht gut genug und ich muss was leisten, damit ich geliebt werde.. Auch ich bin einige Male knapp am Burnout vorbeigeschrammt und das nur mit externer Hilfe – das kann ich nur unterstützen, dass das eine wichtige und sinnvolle Hilfe ist!
    Es tut immer wieder gut zu lesen oder zu hören, dass es anderen auch so geht und für mich ist die Lösung auch eine gesunde Selbstfürsorge: mir Zeit für mich nehmen, um spüren zu können, was ich brauche. Dann komme ich wieder bei mir und meinem starken inneren Kern an, kann Atemholen, Verbindung zu meinem Körper herstellen, im Kopf umdenken und mich neu ausrichten. Und mich und meine Arbeit (ob sie bezahlt wird oder nicht!) und auch den Raum und die Zeit, die ich nur für mich in Anspruch nehme, selbst wertzuschätzen ist das A und O! Natürlich ist die Anerkennung von außen hilfreich, aber wenn ich darauf warte, gerate ich leicht ins Hamsterrad..
    Was mache ich? Mindestens ein bis zweimal im Jahr ein paar Tage am Stück Auszeit nehmen, mal einen Tag allein in der Natur wandern gehen, morgens 10 min meditieren, um mit einer guten Energie in den Tag zu starten, tanzen gehen oder mal allein zu Hause die Musik aufdrehen und abtanzen, mich mit anderen Frauen austauschen, lachen, mir eine Massage gönnen und und und.. (da gäbe es noch vieles). Was ich noch nicht hinkriege, ist rechtzeitig ins Bett gehen, um genug Schlaf zu bekommen, da arbeite ich noch dran.. 🙂
    Euch ein schönes nicht perfektes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Annette

    • Sandra Heim 5. Oktober 2015 um 17:30 Uhr - Antworten

      Liebe Annette, oh, wir können gerne tauschen. Ich falle abends ziemlich früh ins Bett und wünschte mir manchmal, ich wäre mehr ein Nachtmensch, der abends noch fit am Computer sitzt, oder besser, der generell nur 5 Stunden Schlaf braucht 😉 Schön zu lesen, dass Du schon ein gutes Selbstfürsorgeprogramm hast. Alles Liebe, Sandra

    • Maria Peters 8. Oktober 2015 um 12:23 Uhr - Antworten

      Liebe Annette! Danke für dein Feedback 🙂 Ich höre immer wieder von meinen Leserinnen wie gut es tut, wenn man liest oder hört, dass es anderen Frauen genauso geht. Genau deshalb habe ich ja auch diesen Ratgeber verfasst um anderen Frauen Mut zu machen mit meiner Geschichte. Du bist offensichtlich schon sehr weit, denn du hast bereits gelernt auf dich und deine Bedürfnisse zu hören. Schade, dass wir alle in den letzten Jahren völlig verlernt haben mit unserem Körper zu kommunizieren, aber Gott sei Dank wird das Bewusstsein der Menschen dahingehend wieder mehr geschärft. Denn wir bemerken, dass der “alte” Weg eher in eine Sackgasse führt. Auch ich wollte immer nicht ins Bett, da es ja noch solo viel zu erledigen gab, oder mein Geist Karussell gefahren ist 😉 Ich habe dann begonnen am Abend im Bett zu lesen, ich kann erstens besser abschalten und schlaffe dann auch schneller ein und zweitens freue ich mich immer total aufs Bett, denn es erwartet mich ja wieder meine spannende Geschichte. Vielleicht hilft dir das ja auch? Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spass und Freude beim “Üben” und gratuliere dir zu deinen Fortschritten! Alles Liebe auch weiterhin, Maria

  3. Jutta Marx 2. Oktober 2015 um 13:16 Uhr - Antworten

    Danke für dieses interessante Interview. Ganz besonders wertvoll finde ich diesen Satz: “Ich streiche mir meine persönliche Zeit im Terminkalender an und lasse viel mehr Luft zwischen den einzelnen Terminen.”

    Daran kann man gar nicht oft genug erinnern. Die persönliche Zeit muss genauso wichtig genommen werden wie alles andere und einen Platz in der Terminplanung finden. Nur so kann verhindert werden, dass für das “Auftanken” und die Freude dann irgendwie keine Zeit mehr bleibt.

    Es klingt ja bei “Luft zwischen den Terminen” schon durch, was ich auch noch für sehr wichtig halte. Auf keinen Fall mehr als 50% der Zeit im Voraus verplanen. Es kommt im Laufe des Tages immer genug Ungeplantes hinzu. Je höher der Anteil der bereits verplanten Zeit ist, umso größer die Gefahr, dass jede Kleinigkeit, die noch auftaucht, ein belastender Stressfaktor wird.

    Viel Gelassenheit und entspannte Momente wünscht

    Jutta Marx

    • Sandra Heim 5. Oktober 2015 um 17:25 Uhr - Antworten

      Liebe Jutta, das sehe ich auch so. Man muss ja noch nicht genau festlegen, was man macht, aber dass man bewusste Auszeit oder Familienzeit im Kalender anstreicht ist schon ein super Schritt. Der nächste Schritt ist dann, das auch wirklich einzuhalten 🙂 Danke für Deinen Beitrag und alles Liebe, Sandra

  4. Stephanie 2. Oktober 2015 um 12:30 Uhr - Antworten

    Hallo ihr Zwei,

    das kommt mir alles sehr sehr bekannt vor.
    Ich danke euch für diesen Beitrag, denn bei mir war es vor drei Jahren sehr ähnlich.

    Es regt mich wieder an, an mein damals gelerntes zu denken. Auszeit nehmen! 😉
    Momentan stecke ich wieder mal in einer sehr turbolenten Phase und vergesse mich dabei völlig selbst.
    Danke für den Gedankenanstoß.
    Von Perfektionismus kann ich auch ein Lied singen. Ich sag nur FURCHTBAR!
    Ich versuche es immer noch mehr und mehr abzulegen. Es gelingt mir leider nicht immer.
    Wie gut wenn es Freunde gibt die einem ehrlich sagen, mensch nun lass das doch liegen es stört hier keinen, das kannst du auch morgen machen.

    Wünschen euch ein schönes Wochenende
    Stephanie

    • Sandra Heim 5. Oktober 2015 um 17:19 Uhr - Antworten

      Liebe Stephanie, Dein “furchtbar” kommt von ganzem Herzen und ich kann es nur unterschreiben 🙂 Mein Mann kann auch nur den Kopf schütteln, wenn ich gerade in einer Phase stecke, in der ich mich unter Druck setze. Aber ich werde immer besser und merke, dass mein Perfektionismus etwas nachgelassen hat. Gönn dir Deine Auszeiten. Und wenn es nur ein paar Minuten sind. Meine offizielle Erlaubnis hast Du 🙂 Liebe Grüße! Sandra

      • Maria 8. Oktober 2015 um 12:01 Uhr - Antworten

        Liebe Jutta! Freut mich sehr, dass dich das Interview angesprochen hat. Du hast ja so recht. Es kommt wirklich im letzten Moment immer noch ein Termin dazu. Seit ich das so halte und mir genügend freie Zeit im Terminkalender lasse, bin ich auch nicht schon alleine vom Aufklappen dieses Stressbringers überfordert 😉 Ich rate genau dies auch allen, die lernen möchten effizienter ihre Zeit ein zu teilen. Ich wünsche auch dir weiterhin viel Zeit für dich selbst und alles Liebe, Maria

    • Maria Peters 8. Oktober 2015 um 12:13 Uhr - Antworten

      Liebe Stephanie, wir werden immer wieder auf die Probe gestellt, wenn wir es wieder mal übertreiben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut. Bei mir hat es auch einige Jahre gedauert, bis ich wirklich gelernt habe zurück zu schalten. Immer wenn ich dachte, der Akku sei wieder voll, bin ich wieder Vollgas gefahren und habe mehr als 100 Prozent gegeben. Vielleicht würde dir mein Ratgeber etwas dabei helfen 🙂 Auch mich ärgert immer noch, wenn auch nur mehr selten, mein Perfektionismus. Der ist mitunter am schwersten abzulegen, wie ich finde…:) Erinnere dich wirklich immer wieder daran, wie unwichtig es ist, dass die Küche heute noch sauber gemacht wird, oder die Wäsche unbedingt jetzt noch gewaschen werden muss. Im Haushalt kann man wirklich wunderbar lernen, etwas liegen zu lassen. In der Arbeit geht das oft schon schwerer. Frage dich immer wieder:”Was brauche ich jetzt? Was würde mir jetzt gut tun?” Und dann versuche so oft wie möglich dir diese Wünsche zu erfüllen. Auch das macht glücklich und man hört viel mehr auf seine innere Stimme und seine Bedürfnisse! Ich wünsche dir viel Geduld und viele schöne Stunden nur für dich selbst! Alles Liebe Maria