In einer idealen Welt würde wahrscheinlich jede Mutter die Frage „Und was machst Du?“ frei und fröhlich beantworten. Doch vielen ist diese Situation so unangenehm wie kneifende Jeanshosen. Dieser Artikel zeigt Dir anhand einer einfachen Vorlage, wie Du Dich und Dein (zukünftiges) Business selbstbewusst vorstellst.

Es gibt Menschen, die Dich dringend brauchen. Können sie Dich auch finden? 

Vorstellungsrunden waren mir lange Zeit ein Grauen. Besonders die mit dem Stoffball.

Meistens war ich heilfroh, wenn ich den Ball nach zwei gequälten Sätzen wieder abgeben konnte. Ich werde wahrscheinlich nie zu denjenigen gehören, für die sich eine Vorstellungsrunde genauso gut anfühlt wie ein warmes Vollbad.

Doch um als selbständige Unternehmerin existieren zu können, habe ich mir eine alternative und konstruktive Herangehensweise an das Thema „Selbstpräsentation“ antrainiert.

Keine falsche Zurückhaltung, meine Damen!

Aus den Coaching Sitzungen mit Müttern weiß ich, dass ich nicht die einzige mit Tendenz zur Zurückhaltung bin. Viele von uns haben ein bisschen das Gefühl, noch nicht dazu „berechtigt“ zu sein, energisch nach vorne zu treten. Weil sich der sichtbare Erfolg bei selbständigen Müttern meistens langsamer einstellt. Weil  wir nicht so viel Zeit mit unserem Business verbringen wie Vollzeit-Unternehmer. Weil alles nicht so perfekt ist, wie es sein sollte…

Vielleicht sagst Du:

„Ich brauch noch mehr Erfahrung.“

„Ich mach noch zu wenig Geld.“

„Es ist alles noch im Aufbau.“

„Ich bin noch nicht da, wo ich sein will.“

Ich kann Dir versichern: Wo auch immer Du stehst, Du befindest Dich am richtigen Ort, um Dich selbstbewusst zu zeigen. Denn die Frage „Und was machst Du?“ hat im Grunde weniger mit Dir selbst als mit Deinem Gegenüber zu tun hat.

Als Mama mit (zukünftigem) Business bist Du eine Dienstleisterin, die das Wohl ihrer Kunden im Auge hat. Du möchtest ihnen helfen und zur Seite stehen, ihnen Produkte und Dienstleistungen anbieten, die sie glücklich machen. Du hast wundervolle Absichten, bei denen es nicht um Dich, sondern um Deine Kunden geht.

Deswegen ist es im Grunde Deine Pflicht, Dein Licht AUF den Scheffel zu stellen. Nur so kann Dein Wirken die Menschen erreichen, die genau das suchen, was Du zu bieten hast. Unabhängig davon, ob Dein Business noch in den Kinderschuhen steckt oder schon in voller Blüte steht.

Lerne in 3 Schritten, wie Du Dich und Dein Business selbstsicher vorstellst 

Der amerikanische Begriff für eine gelungene Kurzvorstellung in wenigen Sätzen ist „Elevator Pitch“ – frei übersetzt: Die Fahrstuhl-Präsentation. Sie hat das Ziel, potentielle Kunden in der Kürze einer Fahrstuhlfahrt zu begeistern.

Der große Vorteil der Elevator Pitch ist, dass Du sie in Ruhe ausarbeiten und trainieren kannst. So dass Du bei der Frage „Und was machst Du?“ nicht mehr überlegen musst, sondern ganz entspannt auf eine Art „Spickzettel im Kopf“ zurückgreifst.

Inspiriert von Kendall Summerhawk, einer Trainerin aus den USA,  unterscheide ich zwischen drei Aspekten, die eine gelungene Elevator Pitch ausmachen:

  • Die Berufsbezeichnung.
  • Deine Zielgruppe.
  • Der Nutzen, den Deine Zielgruppe von einer Zusammenarbeit mit Dir hat.

Deine Elevator Pitch ist vollendet, sobald Du alle drei Aspekte in wenigen Sätzen miteinander verbunden hast und Dich gut dabei fühlst.

1. Finde Deine authentische Berufsbezeichnung

An erster Stelle steht eine unkomplizierte Beschreibung Deiner beruflichen Tätigkeit: Psychologin, Therapeutin, Coach. Falls Du keinen „offiziellen“ Titel hast, ist es jetzt an der Zeit, Dir einen auszudenken – beispielsweise Gesundheits-„Expertin.“ Absehen würde ich von zu ausgefallenen Bezeichnungen. Ich habe mich eine kurze Zeit als „Potenzial-Befreierin“ bezeichnet und bin aufgrund von fragenden Gesichtern schnell wieder davon abgekommen.

Ich bin ___________ (Gesundheits-Expertin).

2. Beschreibe wer Deine Zielgruppe ist und wobei Du ihr hilfst.

Jetzt erklärst Du an wen sich Dein Angebot richtet und bei welchem Vorhaben Du Deine Kunden unterstützt. Als Gesundheits-Expertin könnte das sein:

Ich helfe __________(Menschen mit Allergien bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung).

3. Verdeutliche, wie Deine Kunden von Dir profitieren.

Abschließend machst Du klar zu welchem Ergebnis eine Zusammenarbeit mit Dir führt.

So dass ____________ (sie sich gesund und jugendlich fit fühlen.)

Meine Elevator Pitch geht so:

 „Ich bin Autorin und Coach. Ich helfe Müttern ihr eigenes Business erfolgreich aufzubauen. So dass sie finanziell unabhängig sind, ihr ganzes Potenzial leben und genug Zeit für ihre Kinder haben.“

Trainings-Tipps

  •  Nutze jede Gelegenheit, Deine Elevator Pitch unters Volk zu bringen. Je öfter Du Dich vorstellst, desto leichter wird es Dir fallen und desto schneller wird Dein Unterbewusstsein akzeptieren, dass „Ich brauche noch mehr Erfahrung“ Vergangenheit ist.
  • Mach Dich von der Reaktion Deines Gegenübers unabhängig. Zweifle nicht an Deiner Kompetenz, wenn nicht jeder mit „Supergenial, Dich habe ich gesucht!“ antwortet. Manche Menschen zeigen keine Regung und am nächsten Tag buchen sie ihren ersten Termin bei Dir.
  • Gestatte Dir eine Holperphase. Bei den ersten Malen kommst Du vielleicht noch ins Stocken oder Du sagst etwas ganz anderes als Du eigentlich geplant hast. Im Laufe der Zeit wirst Du genau herausfinden mit welcher Wortwahl Du Dich am besten fühlst.
  • Denke immer daran, dass Du Deinen Auftrag nur erfüllen kannst, wenn Du Dein Licht bis zu den Menschen strahlen lässt, die gerade nach Dir suchen.

Ich lade Dich ein, Deine frisch gebackene Elevator Pitch in den Kommentaren vorzustellen! Wer bist Du? Wen unterstützt Du? Wie profitieren Deine Kunden von Dir? Komm und stell Dein Licht Auf den Scheffel 🙂