Warum alle profitieren, wenn Du es Dir gut gehen lässt

2018-04-19T22:29:40+00:00 Von |18 Kommentare

Wenn Du eine Mama fragst wovon sie gerne mehr hätte, dann antwortet sie meistens: „Mehr Zeit für mich!“ Mit der richtigen Einstellung geht es ganz einfach sich ein bisschen Extra-Zeit zu erschaffen. Hier nenne ich Dir 3 Gründe, mit denen Du gar nicht mehr anders kannst, als Dir regelmäßig Auszeiten für Dich und Dein Business zu gönnen.

 Das „Ich werde mir selbst gerecht“-Projekt

Eine Freundin von mir, festangestellt und mit Kindern, marschiert gerade heldenhaft durch eine Ehe-Krise. Sie ist ein echter Engel, liebevoll, unterstützend und von Natur aus freundlich. Doch die aktuellen Herausforderungen haben ihr gezeigt, dass genau diese Eigenschaften nicht immer konstruktiv auf ihr Lebensgefühl und Eheglück einwirken.

„Mir ist klar geworden, dass ich nicht weiter komme, wenn ich es immer allen recht mache. Ich muss mich mehr um mich selbst kümmern,“ sagt sie.

Meine Freundin nennt ihren Entwicklungsprozess das „Ich werde mir selbst gerecht“-Projekt. Das Spannende ist, dass dieses Projekt nicht nur einen positiven Effekt auf meine Freundin hat, sondern vor allem auch erleichternd auf ihren Mann und die Kinder wirkt. Dass sie auch mal „Nein“ sagt und ihren eigenen Bedürfnissen nachgeht scheint allen irgendwie gut zu tun.

Kennst Du das? Du lässt für einen Tag alles stehen und liegen, um einfach mal etwas für Dich zu tun und bei Deiner Rückkehr triffst Du auf einen glücklich zerzausten Mann und lachende Kinder.

Die 3 Top-Argumente, die Dich ohne schlechte Gefühle Dein Ding machen lassen (und die Du beim Aushandeln Deiner Auszeiten benutzen kannst ;))

1.    Du bist ein Vorbild für Deine Kinder

Eine Klientin von mir hat kürzlich überlegt wie sie für 6 bis 8 Stunden pro Woche die optimale Betreuungsperson für ihre drei Kinder finden kann. Als klar war, was sie zu tun hatte, stellte ich ihr die Frage:

„Was könnte Dich daran hindern diese Schritte umzusetzen?“ „Puh“, sagte sie nach kurzem Schweigen, „dass ich meine Kinder loslassen muss.“

Daraufhin schauten wir uns an, wie ihre Kinder davon profitieren werden, wenn sie ihrem unternehmerischen Traum treu bleibt. Und wir entdeckten nur Vorteile: Die Kinder haben dann nicht nur eine glückliche Mutter, sondern auch ein großes Vorbild.

Was kann es Wichtigeres geben als den eigenen Kindern ein tiefes Vertrauen in ihre Schöpferkraft, in die Umsetzbarkeit der eigenen Visionen und Träume zu vermitteln?

Fürs Notizbuch: Jeder kleine Schritt, den Du auf Deine großen Träume zugehst, ist auch ein Schritt mit dem Du Deine Kinder in ihre eigene Kraft bringst.

 2.    Du stärkst die Eigenständigkeit Deiner Kinder

Als ich das erste Mal nach Magas Geburt auf eine Weiterbildung gehen wollte, plagte mich lange Zeit die Frage, ob ich ihr das wirklich zumuten konnte. Sie war anderthalb Jahre alt, ich hatte sie abgestillt und mein Mann hatte sich für die ganzen Tage frei genommen.

Eigentlich war alles optimal organisiert und trotzdem hielt ich immer noch Ausschau nach einem klaren Pro- oder einem klaren Contra-Zeichen.

Bis ich ein weiteres Gespräch mit unserem ganzheitlichen Kinderarzt führte. Ich hatte ihn schon mehrmals um Rat gebeten und er hatte mir schon mehrmals empfohlen, meine Weiterbildung einfach zu machen. Als ich jetzt wieder auf ihn zukam fragte er mich frisch von der Leber weg: „Kann es sein, dass Sie unter Perfektionismus leiden oder einen Kontrollzwang haben?“

Das öffnete mir die Augen und ich packte meine Koffer.

Mein Mann und meine Tochter hatten eine tolle Zeit zusammen, die ihre Verbindung zueinander sehr gestärkt hat. Mir wurde klar, dass meine Abwesenheit der Vater-Tochter-Beziehung richtig gut getan hat.

Fürs Notizbuch: Kinder brauchen vertrauensvolle Bezugspersonen jenseits ihrer Mama. Das macht sie stark und stolz. Wenn Du sie ab und zu in die Obhut einer anderen Vertrauensperson gibst, förderst Du ihre Eigenständigkeit.

 3.    Du machst Deinen Mann glücklich

Bei unserem letzten Familienurlaub lernten wir José kennen. Mit Schmuckstücken, Muscheln und Perlenketten behangen lief er den Strand auf und ab, um sie an willige Touristen zu verkaufen. Er erzählte uns, dass er seiner Frau immer gerne schönen Schmuck schenkt und seine Begründung war: „Happy Wife. Happy Life!“

In diesem Moment mussten wir lachen. Aber ich habe noch öfter an ihn zurück gedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich José voll zustimmen kann.

Das schönste Geschenk, dass Du Deinem Mann machen kannst, ist ihm das Gefühl zu vermitteln: „An Deiner Seite bin ich glücklich und stolz. Ich bin so froh, Deine Frau zu sein.“

Dieses Gefühl kommt natürlich nicht so leicht auf, wenn Du den ganzen Haushalt alleine managst, Dich um die Kinder kümmerst, irgendwie noch Zeit für Dein Business findest und am Ende des Tages ausgelaugt ins Bett plumpst.

Fürs Notizbuch: Um die erfüllte Frau an der Seite Deines Mannes zu sein brauchst Du Zeit für Dich und für Deine eigenen Projekte. Nimm sie Dir. Je entspannter und zufriedener Dein Mann Dich erlebt, desto glücklicher machst Du ihn.

 

Wie schaufelst Du Zeit für Auszeiten frei? Wie organisierst Du die Betreuung Deiner Kinder? Wie gehst Du mit Erschöpfung um? Bestimmt hast Du noch ein paar Tipps für die anderen Mamas und mich. Ich freue mich von Dir in den Kommentaren zu hören!

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18 Kommentare

  1. Ursula 5. April 2014 um 17:17 Uhr - Antworten

    Oh – so schön geschrieben! Ja, bei mir hat es lange lange gedauert, bis ich meine Auszeiten auch wirklich genießen konnte! Aber es stimmt – als unzufriedene Frau und Mama nütze ich niemandem wirklich! Und für mich war das was Du schreibst, dass ich ja Vorbild für meine Kinder bin, dann das ausschlaggebende. Jetzt frage ich mich oft, wenn meine Kinder in derselben Situation wären wie ich – wie würde ich wollen, dass sie reagieren! Und dann mach ich das! 🙂

    • Sandra Heim 7. April 2014 um 8:08 Uhr - Antworten

      Ursula, vielen Dank für Deinen Beitrag. Das ist ein super Ansatz, zu schauen, welches Verhalten man sich in umgedrehten Rollen wünschen würde. Das merke ich mir 🙂

  2. durga holzhauser 2. April 2014 um 12:06 Uhr - Antworten

    Was sich nährt , kann gut nähren. das Prinzip des 5 Elemenezyklus, live umgesetzt für Frauen. Das Mutter Prinzip nährt das Kinder Prinzip. Das Kind ist selbst Mutter und nährt. Ich mag dein warme Stimme der Weiblichkeit sehr.

    • Sandra Heim 3. April 2014 um 18:49 Uhr - Antworten

      Das hast Du sehr schön beschrieben, Durga. Vielen Dank.

  3. Anita Högler 1. April 2014 um 11:44 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,

    Herzlichen Dank für diesen wundervollen Artikel. Du hast den Punkt genau getroffen.

    Genau dies ist das Thema aller Mütter und Frauen ob im Berufsleben oder daheim bei den Kindern “Zeit für sich” zu nehmen.
    Aus den eigenen Erfahrungen und den Erzählungen meiner Klientinnen steckt einfach eine gewisse Angst dahinter die Kinder loslassen und
    sie jemand anders anvertrauen oder da bin ich doch keine gute Mutter hörte ich auch des Öfteren.
    Mein Tip wäre es mal Stundenweise ausprobieren die Kinder einer lieben Freundin , Vater Großeltern anvertrauen. Das mache ich im Moment so.
    Zu den Erschöpfungszuständen kann ich nur sagen , schauen was ist wichtig und was nicht, Wenn der Haushalt mal nicht so perfekt ist , na was soll´s, ich beziehe meine unsere Kinder genauso in kleine Tätigkeiten mit ein , es macht ihnen richtig Spaß wir lachen viel dabei. Das entspannt mich auch, da ich sehe meine unsere Kinder sind glücklich.
    Wir Frauen meinen immer alles alleine machen zu müssen, brauchen wir nicht.
    Den Spruch Sandra den du in deinem Artikel geschrieben hast”,Happy Wife, Happy Live” und auch mal Nein sagen dürfen ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben trifft genau den Punkt. Wenn es uns gut geht , geht es allen in der Familie gut.

    Vielen Vielen Dank für deine wundervollen Artikel die du uns jede Woche mailst. Sie sind sehrHilfreich und Unterstützend.

    Noch eine sonnige fröhliche entspannte Woche
    Herzensgrüße Anita

    • Sandra Heim 2. April 2014 um 20:05 Uhr - Antworten

      Liebe Anita, Du machst das klasse mit Deinen Kindern! Du bist ein tolles Vorbild für Deine Klientinnen und zeigst Ihnen, dass eine ‘gute’ Mutter sich auch um sich selbst kümmern muss. Richtig gut 🙂 Dir auch entspannte Tage mit viel Sonnenschein.

  4. Petra Schwehm 1. April 2014 um 6:15 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,
    ich liebe deine Blogs, du schreibst erfrischend, authentisch und praxisnah!
    Als mein Erstgeborener vier Monate alt war habe ich mir ein mehrtägiges-Wellness-und-Gesundheitsprogramm gegönnt, alles hat zuhause prima geklappt. Auch sonst kann ich meine Kinder gut loslassen und mir Zeit freischaufeln. Ich habe sie schon relativ früh in die Kinderkrippe gegeben, in dem guten Gefühl, dass sie dort liebevoll betreut und umsorgt sind.
    Liebe Grüße,
    Petra

    • Sandra Heim 2. April 2014 um 20:09 Uhr - Antworten

      Oh, vielen Dank, Petra. Das ist schön zu hören! 🙂

  5. Daniela 31. März 2014 um 18:47 Uhr - Antworten

    Hallo Sandra,

    Super Blog, hab ich gleich meiner Cousine weitergeleitet die eine Mama ist. Geb dir total Recht, dass wenn es einen selber gut geht, alle die in der Umgebung sind davon profitieren. Alles Liebe, Dani

    • Sandra Heim 31. März 2014 um 19:38 Uhr - Antworten

      Danke für die Weiterempfehlung, liebe Dani!

  6. Sabine 31. März 2014 um 8:47 Uhr - Antworten

    Danke Sandra für die Inspiration. Auszeit soeben eingeplant;-)

    • Sandra Heim 31. März 2014 um 19:36 Uhr - Antworten

      Klasse, das freut mich für Dich, Sabine 🙂

  7. Julia Gruber 29. März 2014 um 16:37 Uhr - Antworten

    Was für ein toller Artikel, Sandra! Dem kann ich 1000% zustimmen 🙂 Ich habe in meinem eigenen Leben ebenfalls durch eine Krise erlebt, wie wichtig es ist, dass ich mich um mich selbst kümmere. Nicht nur meinetwegen sondern auch um meiner Familie willen.

    • Sandra Heim 30. März 2014 um 7:44 Uhr - Antworten

      Liebe Julia, vielen Dank für Dein schönes Feedback! Man tut wirklich niemanden einen Gefallen, wenn man sich selbst übergeht. Herzlichen Glückwunsch, dass Du die Krise von damals so gut gemeistert hast und jetzt so schön strahlst 🙂

  8. Steffi 29. März 2014 um 14:24 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,
    ich finde es so faszinierend das du immer mein aktuelles Thema, in Worte fasst.
    Ich musste bei der Überrschrift schon sehr schmunzeln und hab mich wieder mal so gefreut auf dein Artikel.

    Zu deinen Frage: Ja ich schaufel mir Zeit frei, meist am Wochenende, dann ist mein Mann vor Ort, wenn der mal nicht da ist gibt es immer noch meine Schwiegereltern, die ganz vernarrt in ihre Enkeltochter sind. In letzter Zeit schaufel ich mir wieder vermehrt Freizeit für mich frei und ich merke, wie es mir und der Familie gut tut.
    Beim ersten Mal sind noch alle sehr verwundert, das ich mich einfach mal Verabschiede, ins Auto setze und an die Ostsee alleine fahre, doch meine Tochter und ihr Papa kommen prima allein zu recht. Das Schönste ist doch, wenn man dann wieder kommt und die Kleine und der Mann mit einem lauten MAMA auf einen zu gestürmt kommen! 😉
    Erschöpfung ja auch ein großes Thema und ich denke ich kann es ganz gut einschätzen wann ich an meiner Grenze angekommen bin. Wenn die Woche anstrengend war und ich Ende der Woche merke ohhhh Müdigkeit (meine Erschöpfung) macht sich bemerkbar, dann ziehe ich recht schnell für mich die Reißleine. Dann muss ich dringend früher ins Bett und wenn ich zur selben Uhrzeit wie die Kleine ins Bett gehe, ist das auch ok, damit muss sich mein Mann mal abfinden. Desweiteren versuche ich mir während des Tages kleine Ruheinseln von der Arbeit zu suchen. Wenn ich meine Kleine im KIga habe, dann gehts erstmal an den Pc, da versuche ich möglichst nur die Zeit am Vormittag zu verbringen, wenn ich weiß am Rest des Tages ist “FREI”, dann gönne ich mir bevor ich meine Maus ausm Kiga hole, noch ein gutes Buch oder einer Stunde Mittagsschlaf!
    Was sich bei mir mittlerweile sehr eingeschlichen hat, ich schaue fast kein Fernsehen mehr. Nur noch ganz selten und dann nur noch Naturdokumentationen oder die News auf Ntv. Ich muss sagen seit dem ich das Fernsehen einschränke, bin ich sehr viel entspannter als sonst und vorallem kann ich besser schlafen!
    Was hat ein sehr guter Freund vor kurzem zu mir gesagt?
    Genieße dein Leben und denke dabei auch mal an dich, denn du bist nicht nur Ehefrau und Mama! Ja das ist mein Motto geworden und immer wenn ich aus welchen Gründen auch immer wieder in mein “altes” Muster falle, dann denke an diesen Spruch.

    Liebe Güße und ein wundervolles Wochenende
    Stephanie 😉

    • Sandra Heim 30. März 2014 um 7:38 Uhr - Antworten

      Liebe Stephanie, herzlichen Dank für den inspirierenden Einblick in Dein Leben als Mama! Mit der Kleinen einschlafen ist eine super Erholungsmethode, die ich auch des öfteren anwende 🙂 Es ist toll zu sehen, wie Du die richtige Mischung zwischen Deinen Bedürfnissen und den Bedürfnissen Deiner Familie findest. Die “kleinen Ruheinseln” werde ich ab morgen auch mal testen, wenn meine Maus im Kindergarten ist.

  9. Barbara 29. März 2014 um 8:37 Uhr - Antworten

    Super Artikel, Sandra – schau mal was ich letzte Woche geschrieben haben – ich habe den “Club der gesunden Egoistin” ins Leben gerufen… wir sollten uns zusammentun! Liebe Grüsse und schönes Wochenede euch allen, Barbara

    http://optimum-you.eu/die-gesunde-egoistin/

    • Sandra Heim 30. März 2014 um 7:25 Uhr - Antworten

      Liebe Barbara, ich hab gerade Deinen tollen Artikel gelesen und ich kann Dir zustimmen. Die amerikanischen Frauen sind in einigen Bereichen echte Vorbilder und ich lerne viel von einer amerikanischen Freundin. Gerade wenn es darum geht, sich zu zeigen und den eigenen Weg zu gehen. Vielen Dank für die Inspiration!