Der Kunde ist König. Das stimmt auch für Solo-Unternehmerinnen. Doch um Dein Business wirklich erfolgreich zu führen musst Du Dir trotzdem zuerst die Krone aufsetzen und die Regeln Deines Königreiches definieren. Schließlich besteht der Sinn Deiner Selbständigkeit darin, dass Du mehr Freiheit und Selbstbestimmung gewinnst. Wie Du Grenzen setzt, die Dir gleichzeitig dabei helfen schneller die richtigen Kunden zu gewinnen, erkläre ich Dir hier. 

 

Kompromisse, dich sich nicht gut anfühlen, sind Erfolgsvernichter

Ein Grund, weshalb ich in den vergangenen Jahren mit so vielen liebenswerten und engagierten Kundinnen zusammen arbeiten durfte, ist die Klarheit, die ich über meine inneren Do’s and Don’ts entwickelt habe.

Damit meine ich gewisse Eckpfeiler in meinem Business, bei denen ich keine Kompromisse eingehe. Beispielsweise bei meinen Arbeitszeiten oder bei meiner Konzentration auf Coaching-Paketen statt Einzelsitzungen.

„Die Fähigkeit, klare Grenzen zu setzen und diese auch zu kommunizieren ist ein wesentlicher Schlüssel zu dauerhaftem Erfolg und Zufriedenheit.“

 

Allerdings ist Grenzen setzen auch etwas, das vielen Business Frauen besonders am Anfang nicht besonders leicht fällt.

Kürzlich habe ich mit einer Kundin ein Kennenlern-Gespräch analysiert, das nicht zur Buchung geführt hat.

Im Rückblick wurde sehr deutlich, wann das Gespräch zu wackeln begann.

Es war der Moment, in dem meine Klientin ihren eigenen Kurs verlassen hatte, um es der potenziellen Kundin recht zu machen. „Ja, klar, Du kannst auch erstmal nur eine Sitzung buchen.“

 

Wenn Du nicht zu Dir stehst, bist Du uninteressant für tolle Kunden

Es ist wie ein unausgesprochenes Gesetz. Sobald Du Deine eigenen Grenzen nicht achtest, wirst Du entweder gar nicht gebucht oder Du ziehst Kunden an, die sich beschweren und immer mehr von Dir haben wollen.

Das kann auch passieren, wenn Du nicht damit aufhörst, Deine eigene Kompetenz zu hinterfragen.

Eine sympathische Coaching-Kollegin erzählte mir letztens von einer unzufriedenen Kundin, die subtile Beschwerde-eMails geschrieben hatte. Vor lauter Schuldgefühlen überlegte sich meine Kollegin, mit welcher kostenfreien Zusatzleistung sie ihre Kundin wieder versöhnlich stimmen könnte.

Im Gespräch wurde aber klar, dass meine Kollegin ihrer Kundin das Beste gegeben hatte, was sie konnte – und dass es sich nicht wirklich stimmig anfühlte, noch mehr zu geben.

Sie entschloss sich, die Stimme zu ignorieren, die sagte: „Du machst es nicht gut genug.“ Stattdessen reagierte sie freundlich und sachlich auf die Beschwerde-eMail.

Die Grenzen, die sie damit setzte, wurden ohne Murren von ihrer Kundin respektiert.

 

Grenzen setzen ist nichts für schwache Nerven

Grenzen setzen fällt meiner Meinung nach vor allem deswegen schwer, weil wir nicht gelernt haben, zwei verschiedene Formen von Kompromissen voneinander zu trennen.

  • Der leichte Kompromiss:

Wenn Kundinnen von mir zwischen den Sitzungen mehr Zeit brauchen als ihr jeweiliges Paket vorgibt, ist das für mich beispielsweise überhaupt kein Problem.

Ich weiß von mir, wie dankbar ich manchmal bin, wenn ich mehr Umsetzungs-Zeit gewinne.

Der leichte Kompromiss ist kein Grenzübertritt, sondern ein wohlwollendes Entgegenkommen ohne emotionale Reaktionen.

„Klar, wenn Du möchtest, können wir das auch so machen.“

  • Der faule Kompromiss:

Ein Kompromiss wird zum Grenzübertritt, wenn Du zu etwas „Ja“ sagst, das Dir innerlich widerstrebt.

Sobald Dich ein Entgegenkommen kraftlos zurücklässt, ein Gefühl von Enge erzeugt oder sich einfach nicht gut anfühlt, solltest Du in Zukunft die Handbremse ziehen und Deine Meinung ändern.

Der faule Kompromiss ist es, der Deinen Erfolg blockiert.

 

So gewinnst Du in 5 Schritten Klarheit über Deine Grenzen im Umgang mit Kunden

1. Überprüfe Dein Business nach Energie-Löchern

Um in Zukunft besser Grenzen setzen zu können, kannst Du im ersten Schritt Dein Business nach Energie-Löchern abscannen.

Das geht ganz einfach. Gehe in Gedanken die Kontakte und Gespräche der letzten Wochen durch und frage Dich:

Was hat mir Kraft geraubt?

Die Situationen, bei denen Du innerlich hängen bleibst, sind potenziell Momente, in denen Du über Deine Grenzen hinweg gegangen bist.

Nimm das einfach wahr. Es ist kein Grund, Dich schlecht zu fühlen. Es ist einfach etwas, woran Du wachsen darfst.

 

2. Definiere Deinen Leistungs-Umfang

Ein weiterer Schritt ist die Überprüfung Deines Angebotes.

Hast Du klar beschrieben, was Deine Angebote beinhalten und was nicht? Gibt es Formulierungen, die noch etwas vage sind? Bietest Du zwischen Sitzungen Begleitung an?

Wenn ja, wie klar machst Du, welchen Zeitrahmen und Aufwand diese Begleitung hat?

Je klarer Du bist, desto leichter gestaltest Du die Zusammenarbeit für Dich und Deine Kunden.

 

3. Lege Deine Kundenzeiten fest

Glaub mir. Du verlierst keine Kunden, wenn Du Dich auf bestimmte Uhrzeiten und Tage für Deine Kundentermine festlegst.

Du machst einfach den Raum frei für diejenigen, die wirklich zu Dir gehören. Quer durch alle Wochentage und Tageszeiten verfügbar zu sein hat einen zerstreuenden Effekt.

Wenn Du sicher sein könntest, dass Du immer genug Kunden hast, an welchen festen Tagen und zu welchen Uhrzeiten wärest Du buchbar?

 

4. Bleibe klar in Kennenlernen-Gesprächen

Es gibt ein paar Fehler, die sich leicht in Kennenlern-Gespräche einschleichen können. Dazu gehört, dass Du bereits beginnst zu coachen oder zu beraten. Warum Du das nicht tun solltest, kannst Du hier nachlesen: 6 klärende Tipps, um ein solides Coaching-Business in Teilzeit aufzubauen.

Weitere Herausforderungen sind sehr gesprächige Interessenten, die mehr Zeit beanspruchen als ursprünglich festgelegt; sowie Interessenten, die Dein durchdachtes Angebot an ihre jeweiligen Präferenzen anpassen wollen.

Was im ersten Fall hilft ist gleich zu Beginn ein Hinweis auf die Zeit, die ihr zur Verfügung habt und eine freundliche Ankündigung, dass Du Dein Gegenüber vielleicht unterbrechen wirst, um sicherzustellen dass er das Beste aus dem Termin für sich herausholt.

Im zweiten Fall bleibst Du einfach bei Deinem bestehenden Angebot.

 

5. Schließe eine Vereinbarung mit Deinen Kunden ab

Meine Kundinnen bekommen von mir zu Beginn des Coachings eine unkomplizierte Vereinbarung.

Dort sind verschiedene Punkte geregelt. Zum Beispiel was passiert, falls ein Termin nicht wahrgenommen werden kann, wie die Zahlungsmodalitäten sind, was Coaching ist und was es nicht ist.

Ich empfinde es so, dass diese kleine Vereinbarung die Kooperation mit meinen Kundinnen noch kraftvoller macht, weil die Rahmenbedingungen geklärt sind – und somit keine unausgesprochenen Fragezeichen durch den Raum schwirren.

Wenn Du im Netz nach Coaching Verträgen googelst, findest Du verschiedene Orientierungshilfen.

Mein Fazit:

Grenzen setzen ist nicht unfreundlich. Es ist ein Weg, Dein Business kraftvoll zu führen und Platz zu machen für die wunderbaren Kunden, die wirklich zu Dir gehören.

Wenn Du weitere Tipps bekommen möchtest, die Dir dabei helfen, ein Mindset für entspannten Erfolg zu entwickeln, dann bekommst Du hier ein kostenfreies Video-Training von meiner Kollegin Shailia Stephens und mir. Es ist ab 17.10. erhältlich: Ja, ich möchte ein entspanntes Erfolgs-Mindset entwickeln.  

 

Doch bevor Du klickst würde ich sehr gerne von Dir wissen, ob es Dir auch manchmal schwer fällt, Grenzen zu setzen und was Dein bester Tipp ist, um Dir selbst treu zu bleiben? Die anderen Mamas und ich freuen uns auf Dich. Bis gleich in den Kommentaren 🙂