Wenn Dein Mann will, dass Du Dir einen „richtigen“ Job suchst. 5 Schritte, die ihn von Deinem Business überzeugen

2018-07-13T16:34:48+00:00Von |22 Kommentare

Falls Deine bessere Hälfte oder Dein engstes Umfeld angesichts Deiner Selbständigkeit (oder Deinem Wunsch danach) noch nicht „Juhu“ gerufen haben, verzage nicht! Du wünschst Dir Rückhalt für Deinen angestrebten Weg und den sollst Du auch bekommen. Um zu überzeugen darfst Du einfach ein paar kleine aber wichtige Details beachten und wie das geht erfährst Du hier….

Ich würde sagen die Quote ist Fifty-fifty. Zumindest bei den Müttern mit Business, die ich persönlich kenne.

Manche haben volle Rückendeckung durch ihren Mann und ihre Familie. Manche stehen einer versammelten Mannschaft aus lebendigen Fragezeichen gegenüber. „Ach, was soll das denn? Damit kann man doch nicht wirklich Geld verdienen, oder? Ich glaube, das stellst Du Dir zu einfach vor.“

Mein Mann und ich gehören zum Glück in die erste Kategorie. Bevor wir geheiratet haben, haben wir für unsere Familie so eine Art Mission Statement festgelegt und das ist: „In unserer Familie darf jeder sein ganzes Potenzial entfalten.“

Gut, es ist nicht immer einfach in einem Haushalt zu leben, in dem wirklich jeder sein eigenes Ding macht – selbst unser Hund, der sämtliche Dressur-Versuche hartnäckig abschmettert – aber bisher haben wir immer gute Wege gefunden, die für alle passen.

Wenn Du aber mit Deinem Mann oder anderen Menschen, die Dir wichtig sind, in Kategorie zwei gehörst, heißt das noch lange nicht, dass dies so bleiben muss.

Die gute Nachricht ist: Du hast es selbst in der Hand und kannst einiges tun, um sie von Deinen Ideen zu überzeugen. So geht’s!

 

5 Schritte, mit denen Du privaten Rückhalt für Dein Business gewinnst

1. Keine Überzeugungsversuche zwischen Tür und Angel

Das Mittel, mit dem Du Deinen Mann für Dein Business gewinnst ist ein klares, aufrichtiges Gespräch.

Den Zeitpunkt dafür solltest Du weise wählen. Du brauchst Rahmenbedingungen, die für Dich arbeiten, nicht gegen Dich.

Allein die Beachtung von diesem Punkt hat bei einer Klientin von mir Wunder bewirkt.

“Denn wie offen ist Dein Mann für Deine Bedürfnisse, wenn er gerade im Schweiße seines Angesichts das neue Hochbett für Euer Jüngstes zusammenbaut?”

„Schatz, was ich Dir noch sagen wollte, ich werde nach dem Mutterschutz nicht mehr zurück in meine Festanstellung gehen. Aber jetzt lass Dich nicht weiter stören.“….

Wann ist Dein Mann entspannt und offen für ein Gespräch? Am Abend bei einem Glas Rotwein? Super! Bis dahin heißt es: Schweigen ist Gold…

 

2. Baue Dein Feindbild ab

Es war in der ersten Zeit mit unserer Tochter und wir waren dabei uns neu als Familie zu finden. Mein Mann hatte beruflich einen vollen Terminkalender und ich hielt die Stellung Zuhause.

An einem Abend, bevor er nach Hause kam, steigerte ich mich so richtig in alles rein, was sich für mich an dieser Situation nicht gut anfühlte. Er hatte noch nicht mal die Tür ganz aufgemacht, als ich anfing: „Ich hab mir das alles ganz anders vorgestellt!“

Als ich fertig war, schaute er mich mit liebevollen Augen an und meinte: „Okay, ich verstehe Dich. Was machen wir jetzt damit?“

In diesem Moment verpuffte mein Ärger und ich kapierte endgültig:

„Mein Mann ist mein Freund. Er will das Beste für mich und für unsere Familie!”

Seitdem haben wir unser Leben Schritt für Schritt und zum Wohle aller umstrukturiert.

Ich wette Deinem Mann geht es nicht anders, auch wenn er bisher noch keine Begeisterung für Deine Selbständigkeit gezeigt hat. Vielleicht hat er schlichtweg Angst. Angst, Dich an ein aufregendes Business zu verlieren. Angst, Eure Familie nicht gut genug versorgen zu können…

Wenn Euer Gesprächsmoment gekommen ist, dann sehe in Deinem Mann einen Freund, der daran interessiert ist, dass es Dir gut geht. Abgemacht?

 

3. Räume seine Bedenken vom Tisch

Es gibt einen ganz einfachen Weg, die Vorbehalte Deines Mannes aufzulösen: 1. Zuhören, 2. Ausreden lassen und 3. Das Gesagte wiedergeben.

Nachdem Du Deinem Mann eröffnet hast, dass Du durchstarten möchtest mit Deinem Business, dann höre ihm zu, bis er ausgeredet hat.

Das ist nicht ganz einfach, vor allem, weil Du zwischendrin vielleicht versucht bist, Dich angegriffen und unverstanden zu fühlen. Tue es nicht!

“Sei großzügig, wohlwollend und hole alle seine Bedenken zum Vorschein, bis er nichts mehr zu sagen hat.”

Dann gibst Du in seinen Worten wieder, was Sein Herz belastet:

„Du sagst, Du hast Angst, dass ich keine Zeit mehr für Dich und die Kinder habe und dass unser Geld knapp werden könnte. Habe ich Dich richtig verstanden?“

Wenn jetzt ein erleichtertes „ja“ kommt, hast Du schon viiieeel gewonnen! Wenn nicht, dann lass ihn weiter reden, bis er sich genau wiedergegeben fühlt.

 

4. Lass Zahlen sprechen

Nachdem Du Deinem Mann gezeigt hast, dass Du seine Bedenken verstehst und dass nichts falsch daran ist, diese Bedenken zu haben, bringst Du Deine Argumente an.

Du musst ihm klar machen, ähnlich wie einem Banker, der Dir einen Kredit geben soll, dass Du alles gut durchdacht hast.

Du kannst gerne mit den emotionalen Faktoren beginnen. Zum Beispiel: „Wenn ich meiner Leidenschaft folge, dann bin ich glücklicher. Das hat einen positiven Effekt auf Dich und auf die Kinder.“

Was Du jedoch definitiv nicht auslassen darfst, sind die Zahlen.

  • Eine Klientin von mir hatte letztens die Idee einfach mal auszurechnen, was ihr Mann an monatlichen Ausgaben für Kinderbetreuung und Haushaltspflege aufbringen müsste, wenn sie diese Aufgaben nicht übernehmen könnte. Sie rechnete mit dem durchschnittlichen Stundenlohn einer Haushaltsgehilfin und kam auf eine beträchtliche Summe. Diesen Wert kannst Du als Grundlage nutzen, um zu zeigen, was Du selbst ohne einen Euro Einnahmen bereits zur Haushaltskasse beiträgst.
  • Die nächste Summe, die für sich spricht, ist Dein Lohn als Teilzeitarbeitende. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn für Frauen in Teilzeit lag 2010 bei 14,62 Euro. Selbst extrem gut ausgebildete Freundinnen von mir in führenden Positionen bekommen im Teilzeitmodell nicht mehr. Das ist natürlich trotzdem eine beträchtliche Summe angesichts der geringen oder überhaupt nicht vorhandenen Einnahmen beim Start eines eigenen Business. Doch langfristig gesehen, ist ein eigenes Business lukrativer.
  • Rechne einfach mal aus, wo Du finanziell nach 5 Jahren Teilzeit stehen wirst. Dein monatliches Einkommen wird nicht viel höher sein als zu Beginn. Mit eigenem Business kannst Du in 5 Jahren definitiv weiter sein, und stell Dir vor, was in 10 Jahren möglich ist, wenn Du konsequent am Ball bleibst.

 

5. Formuliere konkret, was Du von Deinem Mann willst

Abschließend darfst Du Deinem Mann mitteilen, wie viel Dir seine Unterstützung bedeutet und dass er unersetzlicher Teil im Gelingen Deines Vorhaben ist.

Ein Business baut sich nicht auf, indem Du mal eben zwischen Kinderarzt-Terminen, Essen kochen und Wäsche machen 20 Minuten für einen neuen Flyer einräumst.

Ein Business braucht konstante Zuwendung, damit es wachsen kann. Überlege Dir, wie viele Stunden pro Woche Du im Moment an Deiner Selbständigkeit arbeiten möchtest und kannst. Dann teile Deinem Mann diese Summe mit und finde gemeinsam mit ihm heraus, wie ihr das organisieren könnt.

Was brauchst Du? Ein kleines Startguthaben? Einen Webdesigner? Einen Babysitter? Eine Putzfrau?

Selbst, wenn sich nicht alles sofort umsetzen lässt, wird Dein Mann erleichtert sein, wenn er genau weiß, was Du willst und welche Rolle er dabei übernehmen soll. Das schafft viel Raum für echte Begegnungen und befreit jede Beziehung von unterschwelligen Spannungen…

“Es gibt immer einen Weg, Träume umzusetzen. Doch der Weg entsteht beim Gehen. Selten verläuft er genauso wie man es sich vorgestellt hat. Bleib flexibel, offen und optimistisch, und hole Deinen Mann und Dein näheres Umfeld mit ins Boot.”

 

Jetzt bin ich gespannt. Wie erlebst Du die Unterstützung von Deinem Mann, Partner, Deiner Familie? Werden Dir die 5 Überzeugungs-Schritte in Zukunft eine Hilfe sein? Die anderen Mamas und ich freuen uns von Dir in den Kommentaren zu erfahren. Danke!

 

Dieser Artikel ist inspiriert worden von der wundervollen Home-Office-Expertin Claudia Kauscheder und ihrer Blogparade zum Thema: Wie geht es Dir mit dem Alleinsein im Home-Office?

 

 

 

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22 Kommentare

  1. Claudia Kauscheder 9. März 2015 um 7:13 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra!

    Nochmals vielen Dank für deinen Beitrag zur Blogparade! Heute ist die Zusammenfassung und auch eine kleine statistische Auswertung online gegangen: http://abenteuerhomeoffice.at/2015/03/homeoffice-alleinsein-strategien/

    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Sandra Heim 9. März 2015 um 13:36 Uhr - Antworten

      Klasse, das hast Du super gemacht, Claudia. Herzlichen Glückwunsch!

  2. Tabea 6. März 2015 um 21:21 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,

    ich bin noch in der Gründungsphase, aber der Gedanke an eine Selbstständigkeit begleitet mich schon recht lange.
    Mein Mann war dabei derjenige, der meine Ideen sofort super fand und meinte “klar – verdien damit Geld” 😀

    Bei uns hakte es dann eher in Punkt 5 … die 20-Minuten-mal-eben-zwischendurch-Falle.
    Hier musste ich selbst erkennen, dass auch die Kraftressourcen meines mich ambitioniert unterstützenden Mannes einfach irgendwann zu Ende sind.

    Nun hoffe ich auf die Zusammenarbeit mit einer lieben Tagesmami und werde sehen, wie sich der Arbeitsalltag dann ausgestalten lässt 😀 … wenn unser Kleiner mit der Eingewöhnung einverstanden ist 😉

    Gott-sei-dank habe ich einen Beruf, bei dem ich im Fall-der-Fälle recht schnell wieder einen Wiedereinstieg in einem Anstellungsverhältnis finden dürfte. Das nimmt viel potentielle Last von den Schultern.

    ~Tabea

    • Sandra Heim 9. März 2015 um 13:31 Uhr - Antworten

      Liebe Tabea, die Zusammenarbeit mit der Tagesmami klingt gut! Und dass Du ohne Druck an die Sache herangehen kannst ist auch super. Jetzt ist es wichtig, einfach Schritt für Schritt nach vorne zu gehen und nie das Ziel aus den Augen verlieren. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg damit. Alles Liebe, Sandra

  3. Birgit Terletzki 19. Februar 2015 um 17:17 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,

    Gratulation zu diesem motivierenden Artikel. Nicht jeder hat mit seiner besseren Hälfte solch einen Rückhalt wie Du, und umso schöner ist es, anhand Deiner Vorschläge von Beginn an richtig zu argumentieren. So kommen keine Mißverständnisse und Unverständnis auf. Vielen Dank für Deine sehr hilfreiche Sichtweise.
    Liebe Grüße
    Birgit

    • Sandra Heim 20. Februar 2015 um 0:44 Uhr - Antworten

      Vielen Dank, Brigit, für Dein liebes Feedback. Ich freue mich sehr, wenn Dich mein Artikel motiviert hat, juhu 🙂 Alles Liebe! Sandra

  4. Diana Winterfeldt 12. Februar 2015 um 21:07 Uhr - Antworten

    Hach, wie schön liebe Sandra,
    warste wieder Mäusschen bei uns, was? 😉 (ich find das kleine Loch noch, ganz bestimmt)

    Ja, mein Mann gehört zu den Skeptikern. Würde er nie zugeben. War auch beim Erstgespräch sehr aufgeschlossen.
    Trotzdem kommen seitdem immer wieder mal Mails zu Stellenangeboten aus dem Internet, die ja ganz toll für mich
    wären… und Teilzeit. Sehr interessiert ist er auch immer an der Situation in dem Unternehmen, in dem ich vor der
    Elternzeit gearbeitet habe. Ich muss schon häufig schmunzeln.

    Da mein Mann ein sehr großer Zahlenmensch ist, sind die Punkte mit den Zahlen goldwert und ich werde mich in einer stillen Minute
    mal hinsetzen und “kalkulieren”.

    Für mich ist der Punkt “wieviel in 5 Jahren, wieviel in 10 Jahren” sehr wichtig. Darauf hat mich auch schon Christina Emmer gestoßen.
    Als Teilzeitangestellt bist und bleibst du einfach simpel bezahlt, egal welche Leistung, egal welches Engagement du an den Tag legst!

    Danke dir Sandra für den Artikel!

    Alles Liebe Diana

    • Sandra Heim 13. Februar 2015 um 12:52 Uhr - Antworten

      Ganz ehrlich, Diana, ich hab keine Wanzen installiert 🙂 Die Verführung der Stellenangebote konnte ich in den letzten zwei Jahren live an einer Freundin beobachten – ein sehr trickreiches Feld. Am besten ungeöffnet löschen 😉 Wenn Dein Mann ein Zahlenmensch ist, dann wird ihn Deine Kalkulation überzeugen – da drücke ich Dir jetzt schon die Daumen. Das wird gut. Alles Liebe! Sandra

  5. Kiria 11. Februar 2015 um 13:50 Uhr - Antworten

    Danke für die Inspiration, Sandra! Ivh denke auch gerade darüber nach, ob ich mal ein ernstes Gespräch mit meinem Mann führen sollte. Ich würde mir finanzielle Unterstützung für ein paar Monate wünschen, um die Arbeit im bisherigen Job runter zu schrauben, damit ich mehr Zeit in mein neues Business stecken kann, um dort vorwärts zu kommen. Im Moment frustriert es mich, dass ich dafür zwar genügend Ideen, aber nicht genügend Zeit habe.

    • Sandra Heim 13. Februar 2015 um 12:46 Uhr - Antworten

      Liebe Kiria, ein Gespräch hilft sicherlich! Letztendlich sind unsere Männer doch immer sehr glücklich, wenn sie wissen, dass sie ihre Frau glücklich machen. Ich bin mir sicher, Du wirst einen Weg finden, sein Herz noch mehr für Dein Business zu öffnen. Alles Liebe! Sandra

  6. Chris Lohmar 10. Februar 2015 um 11:27 Uhr - Antworten

    Oh Mann, ich glaub ich kann ja total von Glück reden, dass mein Freund mich voll und ganz unterstützt? Viel Glück euch allen!
    Chris

    • Sandra Heim 11. Februar 2015 um 8:07 Uhr - Antworten

      Das ist leider für einige Mompreneurs nicht selbstverständlich, Chris, aber auch in schwierigen Fällen gibt es Wege, Verständnis und Vertrauen aufzubauen. Genieße Dein Glück 🙂 Alles Liebe, Sandra

  7. Anja Kirchner 10. Februar 2015 um 9:27 Uhr - Antworten

    Danke für deine Inspiration, liebe Sandra!

    Die Zahlen hatte ich noch gar nicht im Hinterkopf. Am schwierigsten finde ich zu erklären, was man vorhat, wenn man selbst noch in der Findungsphase ist. Ich glaube, hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen beziehungsweise auf wie viel Vertrauen man letztlich bauen kann. Erst nachdem ich mich von meinem Ex-Freund getrennt hatte, begann er meinen Blog zu lesen. Inzwischen findet er ihn toll. Stichwort Feinbild *lach* Klasse Sandra! LG:)

    • Sandra Heim 11. Februar 2015 um 8:04 Uhr - Antworten

      Oh, da hat er leider zu lange gewartet, um sich für Dein Business und Deine Ideen zu interessieren! Ich wünsche Deinem nächsten Mann, dass er da von Anfang an mitzieht – dann kann er Deine Lebendigkeit richtig genießen 🙂 Alles Liebe! Sandra

  8. Anita Niedersberger 6. Februar 2015 um 15:25 Uhr - Antworten

    Hallo Sandra,

    Dieser Artikel trifft wieder voll zu, zwar nicht für mich jedoch für Frauen Mütter die gerade dabei sind sich ein eigenes Business aufzubauen. Werde einige Klientinnen von mir, auf diesen Artikel aufmerksam machen , die sich gerade in so einer Phase befinden.
    Zu mir möchte ich sagen als ich mein Business letztes Jahr startete sprach ich im Vorfeld alles mit meinem Mann klar ab was meine Vorstellung vom miteinander ist. Gerade in einer Partnerschaft ist es wichtig das miteinander und zuhören, jeder darf seine Bedenken Ängste Zweifel frei aussprechen, ansonsten kann das nie funktionieren. Wichtig ist auch es sofort aussprechen und nicht warten bis der richtige Zeitpunkt ist, den gibt es nicht.
    Ich kann jeder Mutter Frau nur raten aus eigener Erfahrung , gebt nicht auf auch wenn der Weg manchmal steil ist.
    Ich wünsche allen viel Erfolg und Glück bei Ihren Projekten.

    Ein wundervolles schönes Wochenende
    Anita

    • Sandra Heim 9. Februar 2015 um 11:06 Uhr - Antworten

      Liebe Anita, vielen Dank für die Empfehlung an Deine Klientinnen, das freut mich 🙂 Toll, wie Du von Anfang an so offen mit Deinem Partner geredet hast. Zweifel und Ängste zu teilen ist ein guter Weg, sie zu überwinden. Alles Liebe, Sandra

  9. Barbara J. Schoenfeld 6. Februar 2015 um 13:59 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,
    das ist ja wieder ein ganz toller Artikel mit dem du – so glaube ich – den Nerv der jungen Muttis triffst. Das ist eine wunderbare Anleitung und wenn ich die früher (als ich noch mit meinem Ex-Mann zusammen war) gehabt hätte, wäre mir so manche Diskussion erspart geblieben.
    Männer funktionieren halt mal anders als wir Mädels. Und da kommt diese Schritt-für-Schritt-Anleitung wirklich sehr gut.
    Wichtig finde ich noch, dass wir einfach davon überzeugt sein müssen, dass unser Weg der richtige Weg ist und dass wir das auch auf jeden Fall umsetzen wollen. Denn wenn wir innere Zweifel haben, dann wird der Partner mit Sicherheit darauf einsteigen 😉
    Alles Liebe und viel Erfolg auch den anderen jungen Mamis
    Barbara

    • Sandra Heim 9. Februar 2015 um 11:02 Uhr - Antworten

      Liebe Barbara, Du sagst es. Das Vertrauen in sich selbst ist ein wichtiger Schlüssel. Auch wenn das gerade am Anfang manchmal schwierig ist, weil man noch nicht die Erfahrung gemacht hat, dass sich alles fügt, dass die Kunden kommen, etc. Aber auch das kann man dem Partner ganz offen mitteilen und vielleicht tut sich ein Weg auf, zusammen durch die anfängliche Unsicherheit zu gehen. Vielen Dank für Dein Feedback, liebe Barbara!

  10. Susanne 6. Februar 2015 um 10:30 Uhr - Antworten

    Liebe Sandra,

    herzlichen Dank für Deinen Artikel. Er kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, da ich mich im Moment mit meinem Business an einem Punkt bin, an dem mein Mann alles andere als Juhu schreit.

    Zu 1. Keine Überzeugungsversuche zwischen Tür und Angel

    Die Momente, in denen mein Mann entspannt und offen ist, sind rar… und wenn sie dann da sind, habe ich Angst, sie mit einem ernsthaften Gespräch zu belasten. Argh.

    Zu 2. Baue Dein Feindbild ab

    Feindbild abbauen ist eine guter Punkt, der in meinem Fall – ich gehöre zur Kategorie: Mann + nähere Umgebung schreien nicht Juhu – an 1. Stelle müsste.

    Ich muss zugeben, ich bin sehr frustriert und fühle mich allein gelassen. Und dann soll ich immer Verständnis haben…. Immer ich. – Gut, ich weiß. Was hilft’s, einer muss anfangen. Und gleichzeitig erfordert dieser Schritt schon Überwindung und Einsatz.

    Übrigens, gestern im Gespräch mit Gene Gendlin und Ann Weiser Cornell, die Entdecker und Entwickler von Focusing, kam Gene Gendlin auch auf den Punkt zu sprechen, dass man das Gegenüber abholen muss, um weiterzukommen und Fortschritte zu erzielen. Das Gegenüber will verstanden werden, erst dann ist Bewegung möglich. – Das hat mich nachdenklich gestimmt und ich habe schon angefangen, meinen Mann in einem besseren Licht zu sehen. Wie gesagt, was hilft’s. – Und jetzt heute Deinen Post gelesen -> mein neues Mantra:
    „Mein Mann ist mein Freund: Er will das Beste für mich und für unsere Familie!“

    zu 3. Räume seine Bedenken vom Tisch

    Uhuuu. Vor ein paar Tagen hätte ich vielleicht Deinen Rat beherzig sollen… Ich habe mich angegriffen gefühlt… und mein Wohlwollen war dahin. … Und die Sache hat, wie Du Dir denken kannst, kein so gutes Ende genommen 😉
    Vielleicht erst einmal solche Gespräche und das Mantra „Bleib ruhig. Bleib ruhig. Bleib ruhig.“ üben.

    Zu 4. Lass Zahlen sprechen

    Das ist ein wichtiger Punkt für sich selbst – und für den Mann. Es ist ja wirklich so, dass ich in unserer Gesellschaft als Frau mit Kindern viel weniger verdiene. Das durfte ich auch nach der Geburt meiner Kinder schmerzlich erfahren. Selbst der Frauenverein hat zu mir gesagt, ich solle froh sein, wenn ich 18 Euro (brutto) die Stunde verdiene – in einer hoch qualifizierten Arbeit. Ich sehe nicht ein, dass ich mich so billig verkaufe. Deswegen mein Business.

    – Das Beispiel mit dem Durchrechnen der Haushaltshilfe finde ich gut. Die Idee und Unterstützung hätte mir vor ein paar mehr Jahren sehr geholfen.

    – Das Beispiel mit dem niedrigen Lohn durchrechnen und dann, wie es mit einen Business aussieht, finde ich auch sehr hilfreich.

    Allerdings war ich mit der Selbstständigkeit in meinem alten Beruf ein gebranntes Kind… mein Selbstbewusstsein war abhanden gekommen.

    Zu 5. Formuliere konkret, was Du von Deinem Mann willst

    Ja, gut. Konkret formulieren. … Dazu braucht es Vertrauen. Es gilt sich auch im richtigen Bereich selbstständig zu machen. Ich habe es als Übersetzerin versucht, zu einer Zeit, als die Preise im IT-Bereich, meinem Spezialgebiet, gerade nach unten gingen… und bin bei einer hoch anstrengenden geistigen Arbeit bei nicht mal 20 Euro die Stunde angelangt. Als ich die Verdienstzahlen von freiberuflichen Übersetzern im BDÜ (Verband der Dolmetscher und Übersetzer) gehört habe, hat mich blankes Entsetzen ergriffen. Das war noch schlimmer als bei mir. Und ich habe mir gedacht „Nichts wie weg. Schau dich nach was anderem um.“ – Mein Vertrauen in mich und meinen Beruf war sehr stark angeknackst.

    Ich habe mich dann nach einem neuen Weg der Selbstständigkeit umgeschaut, neue Qualifikationen erworben – neben dem Muttersein mit allen Herausforderungen.

    Ja, ein Business aufbauen ist echte Arbeit. Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Das Gute daran: ich liebe Herausforderungen und ich mache es gern. Und ich will adäquate Bezahlung.

    Sandra, danke dafür, dass Du die Dinge benennst und Frauen ermutigst, Ihr Ding zu machen und für sich selbst einzustehen, und Tipps gibst, die auf dem Weg zum eigenen Business helfen.

    Liebe Grüße
    Susanne

    • Sandra Heim 9. Februar 2015 um 10:55 Uhr - Antworten

      Liebe Susanne, Dein neues Mantra gefällt mir sehr gut 😉 Ich wünsche Dir die Kraft, in dieser Haltung zu bleiben und bin schon gespannt, welche Veränderungen Du dann in einiger Zeit zu berichten hast! Du kannst so stolz auf Dich sein und ich finde es toll, wie Du auf Deinem eigenen Weg bleibst, auch angesichts von Widrigkeiten. Weiter so. Ganz liebe Grüße, Sandra

  11. Anja Riemer-Grobe 6. Februar 2015 um 9:52 Uhr - Antworten

    Hallo,

    der heutige Beitrag spricht mir ehrlich aus dem Herzen!

    Ich bin frisch gestartete “Mompreneur” und mein Mann stand bis jetzt zum Glück absolut hinter mir! Er hat mir geholfen die Ausbildung zu finanzieren, meine Praxis einzurichten und auch Kinderhüten und Haushalt hat er brav und ohne Murren übernommen.

    Momentan aber sind wir in einer etwas heiklen Phase: Die Vorbereitungen für den Start sind abgeschlossen, aber es sind noch keine Kunden in Sicht. Für mich ein Grund mehr in meine Praxis zu investieren und meine Power einzubringen! Aber der finanziellen Situation hilft das natürlich nicht weiter. Und an dieser Stelle wird es meinem Mann langsam mulmig. Er äußert mehr und mehr Bedenken und auch der Druck auf mich, doch endlich “Geld zu verdienen” wird höher.

    Bis jetzt konnte ich ihn immer wieder davon überzeugen, dass gerade die Startphase hart ist und es gilt durchzuhalten. Ich hoffe, dass das so bleibt. Dann Aufgeben gehört eigentlich nicht zu meinen Eigenschaften. Wenn mein Mann mir aber jetzt den Rückhalt aufkündigt, wird es doppelt schwer.

    Deshalb hat mich der Artikel doppelt inspiriert – Weitermachen, Nicht Aufgeben und immer wieder das Gespräch suchen!

    Vielen Dank für diesen Impuls.

    Liebe Grüße

    Anja

    • Sandra Heim 9. Februar 2015 um 10:45 Uhr - Antworten

      Liebe Anja, ich gratuliere Dir zu Deinem Start als Mompreneur! Jetzt gilt es, geduldig zu sein und genau herauszufinden, wo und wie Dich Deine Kunden am besten finden können. Das geht Schritt für Schritt und mit Vertrauen am besten. Wenn Du, wie Du sagst, immer wieder das Gespräch suchst mit Deinem Mann, dann wird er Dich mit Sicherheit weiter unterstützen. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg auf Deinem Weg!!! 🙂 Sandra