Sich online selbständig zu machen klingt am Anfang verlockend einfach. Doch jeder, der sich bereits auf den Weg gemacht hat, weiß: Es gibt eine Menge Stolperfallen, die den Erfolg verzögern und zum Verzweifeln führen können. Wie Du das Beste aus den Chancen des Internet-Zeitalters herausfilterst, um es tatsächlich zu schaffen, erzähle ich Dir anhand von 6 meiner wichtigsten Learnings aus 2 Jahren MAMA Revolution.

 

Es ist über vier Jahre her, dass ich zum ersten Mal Geld in einen professionellen Coach gesteckt habe.

Damals hatte ich gerade die Firma meines Mannes durch einen gelungenen Turn-Around geführt und ich stand vor der Frage: „Was mache ich jetzt?“

Meine größte Angst war es, dass ich es als Mutter mit begrenzten Arbeitskapazitäten versäume, beruflich und finanziell wieder mein ganz eigenes Ding zu machen.

Ich steckte mitten in meiner ersten Coaching-Ausbildung und hatte vage Vorstellungen von meinem zukünftigen Weg.

Mein damaliger Coach Sherold Barr, die mittlerweile zu einer guten Freundin geworden ist, eröffnete mir die Möglichkeiten der Online-Welt.

Ich konnte mein Glück kaum fassen, alles erschien soooo einfach.

Ich dachte mir: „Cool, ich mache eine tolle Website, entwickle ein Online-Angebot – und „boom“ bin ich finanziell unabhängig.“

Von dem Moment dieser Erkenntnis bis zu dem Tag, an dem ich mit MAMA Revolution online gegangen bin, vergingen dann allerdings 2 laaange Jahre.

In dieser Phase habe ich mehrere Webdesigner zur Verzweiflung gebracht, zig Versionen meiner Über Mich Seite verfasst, zwei Coaching-Ausbildungen abgeschlossen, meine Tochter in den Kindergarten eingewöhnt, mich schrittweise aus dem aktiven Tagesgeschehen im Unternehmen meines Mannes zurückgezogen, und, und, und…

Doch mein langer Atem hat sich ausgezahlt. Mehrere Wochen, nachdem ich im Februar 2014 online gegangen bin, hatte ich bereits eine gute Sichtbarkeit und meine ersten 1:1 Coaching-Klientinnen gewonnen.

Seitdem habe ich rund 50 tolle Frauen über mehrere Monate als Coach begleitet und eine Menge über Business-Schwangerschaften gelernt.

 

6 wichtige Learnings aus 2 Jahren MAMA Revolution, die Dir helfen Dein Coaching-Business in Teilzeit aufzubauen

 

1. Es gibt mehr als nur den EINEN Weg zum Erfolg

Lass Dich nicht verrückt machen von all den verführerischen Kursen, Produkten und Tipps im Netz, die Dir helfen können, Dein Business voran zu bringen.

Denn was für die eine Unternehmer-Persönlichkeit der Stein des Weisen ist, kann für eine andere Person zum Horror-Trip werden. Beispielsweise, wenn Du Dich auf eine Marketing-Strategie oder ein Produkt-Format einlässt, das nicht Dir selbst entspricht.

Kürzlich hat eine Kundin von mir ihre ersten drei Beratungspakete innerhalb eines Monats verkauft, ohne Blog und ohne Facebook Page.

Ihre Methode ist es, Flyer zu verteilen, über ihre Dienstleistung im direkten Kontakt zu erzählen und Vorträge im Umkreis zu organisieren.

So etwas funktioniert selbst im Webzeitalter 2.0., vorausgesetzt es passt zu Dir.

Für mich hat es sich bewährt, das Know-how von anderen aufzunehmen, und es dann mit meinem inneren Weg abzugleichen.

Ich versuche, mir möglichst kein MUSS überzustülpen, auf das ich keine Lust habe, oder für das ich nicht bereit bin. So bleibe ich mir (meistens) selbst treu und vermeide (meistens) Umwege.

Mein Tipp:

Trau Dich, auf Deinen inneren Unternehmensberater zu hören und Deine ganz individuellen Erfolgsstrategien zu entwickeln.

 

2. Das einzige MUSS ist Deine gekonnte Positionierung

Eine klare Positionierung gehört meiner Erfahrung nach zu den wenigen Basics, die jeder Solo-Unternehmer zum Durchstarten braucht.

Es ist wahrscheinlich der wesentlichste Grund, warum ich mit MAMA Revolution von Anfang an sichtbar war.

In den vergangenen Jahren sind so viele Berater und Coachs nachgerückt im Netz, dass es schwierig ist, ohne klare Botschaft wahrgenommen zu werden. Andererseits stehen Dir sofort viele Türen offen, wenn Du Dich richtig positionierst.

Stell Dir vor, Du würdest selbst eine 21-Tage-Challenge wie Christina Emmer mit Top-Experten zu einem bestimmten Thema organisieren. Im Rahmen ihrer Blog-Parade zur Challenge schreibe ich übrigens diesen Artikel.

Wen lädst Du ein:

  • Die Beraterin, die Frauen zu mehr Wohlbefinden, mehr Gesundheit und mehr Selbstvertrauen verhilft?
  • Oder die langjährige Nanny, die sich jetzt darauf spezialisiert hat, Eltern den Umgang mit Kindern in der Trotzphase zu erleichtern?

Falls Du zu denjenigen gehörst, die noch keine Klarheit über ihre zielgerichtete Positionierung besitzen, dann vermute ich folgendes:

Es gibt ein besonderes Thema, das in Dir schlummert, aber Du hast Angst, zu viele potenzielle Kunden und potenzielle Interessen von Dir aufgeben zu müssen.

Mein Tipp:

Bring das Thema, das in Dir schlummert, auf den Punkt und vertraue, dass Du nichts für immer aufgeben musst. Sobald Du Dich erfolgreich etabliert hast auf dem Markt kannst Du wieder breiter werden.

 

3. Konzentriere Dich am Anfang auf EIN Angebot

Eine erfolgreiche Coaching-Praxis wird wie ein Haus aufgebaut. Stein für Stein für Stein. Kunde für Kunde für Kunde.

Wenn Du gleichzeitig Deine ersten Online-Programme, Live-Workshops und Deine 1:1 Praxis füllen möchtest, dann kann sich Dein Fokus sehr leicht zerstreuen und nichts kommt so richtig voran.

Ich habe mich die ersten 2 Jahre ausschließlich auf 1:1 Kundinnen konzentriert und mir damit die Möglichkeit geschenkt, langsam aber stetig zu wachsen und die Bedürfnisse meiner Zielgruppe genau kennenzulernen.

Mein Tipp:

Konzentriere Deine Kräfte am Anfang auf ein Produkt / ein Angebot. Lerne, wie Du dieses Produkt erfolgreich vermarktest und Kunden damit glücklich machst. Wenn Du das geschafft hast, bist Du bereit für den nächsten Erfolgssprung.

 

4. Entwickle Angebots-Pakete, zu denen neue Kunden nur „Ja“ sagen können

Im Anbieten von 1:1 Sitzungen erleichterst Du Deinen Kunden das „Ja, ich will Dich buchen“, wenn Du sie mit verschiedenen, gut geschnürten Angebotspaketen da abholst, wo sie stehen.

Ich biete unter anderem ein intensiveres Paket für Mütter mit größeren Kindern und größeren Zeitkapazitäten an, und ein Paket mit längeren Abständen zwischen den Sitzungen – für Mütter, die kleine Kinder haben oder nebenher noch Teilzeit arbeiten.

Einzelsitzungen von 90 oder 240 Minuten zu verkaufen kann ich Dir besonders als Einsteiger mit wahrscheinlich eher niedrigeren Preisen nicht empfehlen.

Der Aufwand eine Sitzung zu verkaufen ist genauso groß wie ein Paket aus mehreren Sitzungen zu verkaufen. Und was noch wichtiger ist: Als Coachs wissen wir beide, dass sich echte Veränderungen erst dann einstellen, wenn Kunden für längere Zeit dranbleiben.

Mein Tipp:

Verschaffe Dir den Überblick über die verschiedenen Phasen, in denen sich Deine potenziellen Kunden befinden und schnüre drei aufeinander aufbauende Pakete.

 

5. Verwechsle Kennenlern-Gespräche nicht mit Coaching-Sitzungen

Diesen Fehler habe ich am Anfang gemacht: Ich habe viele inspirierende Kennenlern-Gespräche mit potenziellen Klientinnen geführt, die am Ende des Gesprächs zwar dankbar aber nicht in Kaufstimmung waren.

Warum? Weil ich sie bereits durch einen kleinen Coaching-Prozess geführt hatte, der ihren Bedarf an Aha-Momenten und neuen Perspektiven fürs Erste gestillt hatte.

Seitdem ich das verstanden und verändert habe, sind meine Konvertierungsraten sehr gestiegen.

Mein Tipp:

Führe mit Deinen potenziellen Klienten ein Kennenlerngespräch, in dem Du genau heraushörst, wo ihre Herausforderungen liegen und welche Ergebnisse sie sich von dem Coaching mit Dir wünschen. Wenn Du ihren Wünschen gerecht werden kannst, stellst Du Deine Pakete statt erste Lösungen vor.

 

6. Investiere selbst in einen Coach

Meine Devise ist: Hinter jedem starken Coach steht ein starker Coach.

Mir selbst Unterstützung von denjenigen zu holen, die sich auf einem ähnlichen Weg wie ich befinden, mir aber ein paar Meilensteine voraus sind, hat sich für mich immer doppelt und dreifach ausgezahlt.

Ich bin außerdem davon überzeugt, dass sich die eigene Bereitschaft in einen Coach zu investieren in der Bereitschaft Deiner Kunden spiegelt, in Dich zu investieren.

Mein Tipp:

Schau Dich um. Da draußen gibt es viele hingebungsvolle Coachs, die Dich mit ihrem Können und Know-how ein gutes Stück voran bringen können. Welcher Coach passt am besten zu Dir?

 

Für meine Empfehlungen gilt natürlich ebenfalls meine Aussagen in Tipp 1. Such Dir das heraus, was für Dich stimmig ist, gleiche es mit Deinem inneren Unternehmensberater ab und marschiere fröhlich weiter 🙂

 

Bevor Du den nächsten Schritt unternimmst würde ich mich aber sehr freuen, von Dir und Deinen Erfahrungen zu hören. Was hat Dir bisher am meisten geholfen, Dein Online-Business voran zu bringen? Welchen einen Tipp kannst Du den MAMA Revoluzzerinnen auf keinen Fall vorenthalten? Wir sehen uns gleich in den Kommentaren 🙂