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Wenn Dein Mann will, dass Du Dir einen „richtigen“ Job suchst. 5 Schritte, die ihn von Deinem Business überzeugen

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Falls Deine bessere Hälfte oder Dein engstes Umfeld angesichts Deiner Selbständigkeit (oder Deinem Wunsch danach) noch nicht „Juhu“ gerufen haben, verzage nicht! Du wünschst Dir Rückhalt für Deinen angestrebten Weg und den sollst Du auch bekommen. Um zu überzeugen darfst Du einfach ein paar kleine aber wichtige Details beachten und wie das geht erfährst Du hier….

Ich würde sagen die Quote ist Fifty-fifty. Zumindest bei den Müttern mit Business, die ich persönlich kenne.

Manche haben volle Rückendeckung durch ihren Mann und ihre Familie. Manche stehen einer versammelten Mannschaft aus lebendigen Fragezeichen gegenüber. „Ach, was soll das denn? Damit kann man doch nicht wirklich Geld verdienen, oder? Ich glaube, das stellst Du Dir zu einfach vor.“

Mein Mann und ich gehören zum Glück in die erste Kategorie. Bevor wir geheiratet haben, haben wir für unsere Familie so eine Art Mission Statement festgelegt und das ist: „In unserer Familie darf jeder sein ganzes Potenzial entfalten.“

Gut, es ist nicht immer einfach in einem Haushalt zu leben, in dem wirklich jeder sein eigenes Ding macht – selbst unser Hund, der sämtliche Dressur-Versuche hartnäckig abschmettert – aber bisher haben wir immer gute Wege gefunden, die für alle passen.

Wenn Du aber mit Deinem Mann oder anderen Menschen, die Dir wichtig sind, in Kategorie zwei gehörst, heißt das noch lange nicht, dass dies so bleiben muss.

Die gute Nachricht ist: Du hast es selbst in der Hand und kannst einiges tun, um sie von Deinen Ideen zu überzeugen. So geht’s!

 

5 Schritte, mit denen Du privaten Rückhalt für Dein Business gewinnst

1. Keine Überzeugungsversuche zwischen Tür und Angel

Das Mittel, mit dem Du Deinen Mann für Dein Business gewinnst ist ein klares, aufrichtiges Gespräch.

Den Zeitpunkt dafür solltest Du weise wählen. Du brauchst Rahmenbedingungen, die für Dich arbeiten, nicht gegen Dich.

Allein die Beachtung von diesem Punkt hat bei einer Klientin von mir Wunder bewirkt.

“Denn wie offen ist Dein Mann für Deine Bedürfnisse, wenn er gerade im Schweiße seines Angesichts das neue Hochbett für Euer Jüngstes zusammenbaut?”

„Schatz, was ich Dir noch sagen wollte, ich werde nach dem Mutterschutz nicht mehr zurück in meine Festanstellung gehen. Aber jetzt lass Dich nicht weiter stören.“….

Wann ist Dein Mann entspannt und offen für ein Gespräch? Am Abend bei einem Glas Rotwein? Super! Bis dahin heißt es: Schweigen ist Gold…

 

2. Baue Dein Feindbild ab

Es war in der ersten Zeit mit unserer Tochter und wir waren dabei uns neu als Familie zu finden. Mein Mann hatte beruflich einen vollen Terminkalender und ich hielt die Stellung Zuhause.

An einem Abend, bevor er nach Hause kam, steigerte ich mich so richtig in alles rein, was sich für mich an dieser Situation nicht gut anfühlte. Er hatte noch nicht mal die Tür ganz aufgemacht, als ich anfing: „Ich hab mir das alles ganz anders vorgestellt!“

Als ich fertig war, schaute er mich mit liebevollen Augen an und meinte: „Okay, ich verstehe Dich. Was machen wir jetzt damit?“

In diesem Moment verpuffte mein Ärger und ich kapierte endgültig:

„Mein Mann ist mein Freund. Er will das Beste für mich und für unsere Familie!”

Seitdem haben wir unser Leben Schritt für Schritt und zum Wohle aller umstrukturiert.

Ich wette Deinem Mann geht es nicht anders, auch wenn er bisher noch keine Begeisterung für Deine Selbständigkeit gezeigt hat. Vielleicht hat er schlichtweg Angst. Angst, Dich an ein aufregendes Business zu verlieren. Angst, Eure Familie nicht gut genug versorgen zu können…

Wenn Euer Gesprächsmoment gekommen ist, dann sehe in Deinem Mann einen Freund, der daran interessiert ist, dass es Dir gut geht. Abgemacht?

 

3. Räume seine Bedenken vom Tisch

Es gibt einen ganz einfachen Weg, die Vorbehalte Deines Mannes aufzulösen: 1. Zuhören, 2. Ausreden lassen und 3. Das Gesagte wiedergeben.

Nachdem Du Deinem Mann eröffnet hast, dass Du durchstarten möchtest mit Deinem Business, dann höre ihm zu, bis er ausgeredet hat.

Das ist nicht ganz einfach, vor allem, weil Du zwischendrin vielleicht versucht bist, Dich angegriffen und unverstanden zu fühlen. Tue es nicht!

“Sei großzügig, wohlwollend und hole alle seine Bedenken zum Vorschein, bis er nichts mehr zu sagen hat.”

Dann gibst Du in seinen Worten wieder, was Sein Herz belastet:

„Du sagst, Du hast Angst, dass ich keine Zeit mehr für Dich und die Kinder habe und dass unser Geld knapp werden könnte. Habe ich Dich richtig verstanden?“

Wenn jetzt ein erleichtertes „ja“ kommt, hast Du schon viiieeel gewonnen! Wenn nicht, dann lass ihn weiter reden, bis er sich genau wiedergegeben fühlt.

 

4. Lass Zahlen sprechen

Nachdem Du Deinem Mann gezeigt hast, dass Du seine Bedenken verstehst und dass nichts falsch daran ist, diese Bedenken zu haben, bringst Du Deine Argumente an.

Du musst ihm klar machen, ähnlich wie einem Banker, der Dir einen Kredit geben soll, dass Du alles gut durchdacht hast.

Du kannst gerne mit den emotionalen Faktoren beginnen. Zum Beispiel: „Wenn ich meiner Leidenschaft folge, dann bin ich glücklicher. Das hat einen positiven Effekt auf Dich und auf die Kinder.“

Was Du jedoch definitiv nicht auslassen darfst, sind die Zahlen.

  • Eine Klientin von mir hatte letztens die Idee einfach mal auszurechnen, was ihr Mann an monatlichen Ausgaben für Kinderbetreuung und Haushaltspflege aufbringen müsste, wenn sie diese Aufgaben nicht übernehmen könnte. Sie rechnete mit dem durchschnittlichen Stundenlohn einer Haushaltsgehilfin und kam auf eine beträchtliche Summe. Diesen Wert kannst Du als Grundlage nutzen, um zu zeigen, was Du selbst ohne einen Euro Einnahmen bereits zur Haushaltskasse beiträgst.
  • Die nächste Summe, die für sich spricht, ist Dein Lohn als Teilzeitarbeitende. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn für Frauen in Teilzeit lag 2010 bei 14,62 Euro. Selbst extrem gut ausgebildete Freundinnen von mir in führenden Positionen bekommen im Teilzeitmodell nicht mehr. Das ist natürlich trotzdem eine beträchtliche Summe angesichts der geringen oder überhaupt nicht vorhandenen Einnahmen beim Start eines eigenen Business. Doch langfristig gesehen, ist ein eigenes Business lukrativer.
  • Rechne einfach mal aus, wo Du finanziell nach 5 Jahren Teilzeit stehen wirst. Dein monatliches Einkommen wird nicht viel höher sein als zu Beginn. Mit eigenem Business kannst Du in 5 Jahren definitiv weiter sein, und stell Dir vor, was in 10 Jahren möglich ist, wenn Du konsequent am Ball bleibst.

 

5. Formuliere konkret, was Du von Deinem Mann willst

Abschließend darfst Du Deinem Mann mitteilen, wie viel Dir seine Unterstützung bedeutet und dass er unersetzlicher Teil im Gelingen Deines Vorhaben ist.

Ein Business baut sich nicht auf, indem Du mal eben zwischen Kinderarzt-Terminen, Essen kochen und Wäsche machen 20 Minuten für einen neuen Flyer einräumst.

Ein Business braucht konstante Zuwendung, damit es wachsen kann. Überlege Dir, wie viele Stunden pro Woche Du im Moment an Deiner Selbständigkeit arbeiten möchtest und kannst. Dann teile Deinem Mann diese Summe mit und finde gemeinsam mit ihm heraus, wie ihr das organisieren könnt.

Was brauchst Du? Ein kleines Startguthaben? Einen Webdesigner? Einen Babysitter? Eine Putzfrau?

Selbst, wenn sich nicht alles sofort umsetzen lässt, wird Dein Mann erleichtert sein, wenn er genau weiß, was Du willst und welche Rolle er dabei übernehmen soll. Das schafft viel Raum für echte Begegnungen und befreit jede Beziehung von unterschwelligen Spannungen…

“Es gibt immer einen Weg, Träume umzusetzen. Doch der Weg entsteht beim Gehen. Selten verläuft er genauso wie man es sich vorgestellt hat. Bleib flexibel, offen und optimistisch, und hole Deinen Mann und Dein näheres Umfeld mit ins Boot.”

 

Jetzt bin ich gespannt. Wie erlebst Du die Unterstützung von Deinem Mann, Partner, Deiner Familie? Werden Dir die 5 Überzeugungs-Schritte in Zukunft eine Hilfe sein? Die anderen Mamas und ich freuen uns von Dir in den Kommentaren zu erfahren. Danke!

 

Dieser Artikel ist inspiriert worden von der wundervollen Home-Office-Expertin Claudia Kauscheder und ihrer Blogparade zum Thema: Wie geht es Dir mit dem Alleinsein im Home-Office?

 

 

 

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